Nur hitzige Corona-Maßnahmen-Debatte? Kulmbacher Polizei prüft Chats in sozialen Medien

Die Kulmbacher Polizei prüft in Zusammengang mit Corona-Maßnahmen-Protesten und Corona-Impfaktionen Veröffentlichungen in sozialen Medien. Wie der Kulmbacher Polizeichef Peter Hübner unserem Sender bestätigt hat, geht es zum einen um eine Äußerung in einem Chat, in dem davon die Rede ist, der Kulmbacher Grünen-Politikerin Dagmar-Keis-Lechner einen „Besuch abzustatten“.

In einem zweiten Fall um einen Chat auf die Ankündigung einer Kulmbacher Arztpraxis, die ab Mitte Januar Corona-Impfungen von Kindern anbietet. In einem Beitrag, der inzwischen gelöscht ist, der Radio Plassenburg aber vorliegt, heißt es – Zitat – „diese Kreaturen werden diesmal nicht so einfach davonkommen wie im 3. Reich“.

Polizeichef Hübner sagt, jetzt werde zunächst geprüft, wer was genau geschrieben habe. Es gehe um mehrere Personen, unter anderen den Organisator der Corona-Maßnahmen-Protest-Kundgebungen in Kulmbach am Marktplatz. Dann werde der ermittelte Sachverhalt der Staatsanwaltschaft vorgelegt, die dann entscheiden müsse, ob ein öffentliches Interesse vorliege und ob sie Anzeige erstatte.

Eine konkrete Gefahrenlage sieht der Kulmbacher Polizeichef aktuell nicht, macht aber gleichzeitig deutlich, dass die Polizei ein sehr wachsames Auge auf entsprechende Aktivitäten habe und gegebenenfalls sehr schnell reagieren werde.

Die Betroffenen, so heißt es, überlegten aktuell noch, ob sie Anzeige erstatten.