Oberfränkische Wälder in schlechtem Zustand: Forstministerin Kaniber stellt Waldzustandsbericht vor

Dass die heißen und trockenen Sommer den bayerischen Wäldern geschadet haben, hören wir ständig. Jetzt gibt es konkrete Zahlen, wie schlecht es unseren heimischen Wäldern wirklich geht. Forstministerin Michaela Kaniber hat gestern im Landtag den aktuellen Waldzustandsbericht vorgestellt.
Darin steht:  Mehr als ein Drittel unserer Bäume verliert zu viele Nadeln oder Blätter, das ist der zweit schlechteste Wert in ganz Bayern. Nur ein paar Bäume noch haben gar keine Anzeichen von Schäden.
Besonders betroffen sind bei uns Buchen, Eichen und Kiefern und wegen des Borkenkäferbefalls sind auch Fichten stark geschädigt.
Hochrechnungen der bayerischen Forstverwaltung sagen für dieses Jahr eine Schadholzmenge von bis zu zehn Millionen Festmeter voraus – das ist ein Vielfaches des Durchschnitts in anderen Jahren.
Die Forstministerin will die Bayerischen Wälder in klimaresistentere Mischwälder umbauen, und zwar schnell.  Außerdem soll es auch mehr Geld für Privatwaldbesitzer geben.
Genau da setzten auch die Landräte aus Kulmbach und Kronach an:  Klaus Peter Söllner und Klaus Löffler haben schon vor Wochen ein Acht-Punkte-Programm zum Waldumbau vorgestellt.