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Oberfranken bekommt nach Panne neuen Impfstoff

Bayreuth (dpa/lby) – Safety first: Nach diesem Motto soll der Pannen-Impfstoff aus der ersten Lieferung für Oberfranken nun doch nicht verwendet werden. Stattdessen wurde in den betroffenen Landkreisen und Städten neuer Impfstoff erwartet. Wie ein Sprecher des Landkreistages mitteilte, sollten noch am Montag weitere Lieferungen eintreffen.

Aufgrund der Panne blieben in Oberfranken 1000 Dosen im Depot, wie ein Sprecher des Landratsamts Lichtenfels sagte. Dies hätten die betroffenen Landräte in Oberfranken gemeinsam beschlossen. Zwar sei der Impfstoff von fachlicher Seite als einwandfrei eingestuft worden, teilte Christian Meißner, Vorsitzender des Bezirksverbandes Oberfranken des Bayerischen Landkreistages, mit. Jedoch bestehe ein Restzweifel, weswegen die Charge nicht verwendet werde.

In Bayreuth beispielsweise trafen laut Mitteilung am Montag 400 neue Dosen des Impfstoffes ein, die in einem Seniorenheim direkt vergeben werden sollten. Im gesamten Freistaat gehen die Impfungen weiter. In München etwa sollen am Dienstag Mitarbeiter der Unikliniken Großhadern sowie Rechts der Isar Impfstoff verabreicht bekommen.

Zum Start der bayernweiten Impfaktion am Sonntag hatte es in Oberfranken Probleme mit der Kühlung gegeben – der Impfstoff, den die Firmen Biontech und Pfizer entwickelt haben, muss bei extremen Temperaturen um die minus 70 Grad tiefgekühlt werden. In Oberfranken gab es dabei flächendeckend Probleme. Einzig in Stadt und Landkreis Bamberg klappte alles wie geplant.

In der Nacht zu Montag teilte dann die Bezirksregierung mit, dass Biontech nach einer Überprüfung die Qualität der Impfdosen bestätigt und die Dosen freigegeben habe. «Damit steht dem Impfstart in Oberfranken nichts mehr im Wege», hieß es. Ein Sprecher bestätigte kurz vor Montagmittag zudem, dass die Lieferung noch im Laufe des Tages geimpft werden solle. Vorrangig sollten zunächst Bewohner von Alten- und Pflegeheimen an die Reihe kommen.

Wo genau der Fehler bei der Kühlung für die oberfränkischen Dosen lag, blieb zunächst unklar. Die Regierung von Oberfranken kündigte eine sorgfältige Aufklärung an. Auch in Schwaben hatte es am Sonntag Probleme mit der Kühlung gegeben, die sich jedoch rasch als marginal herausstellten, so dass mit leichter Verzögerung dennoch mit dem Impfen begonnen werden konnte.