OP Roboter Da Vinci am Klinikum Kulmbach: Die Investition hat sich gelohnt

Rund 1,5 Millionen Euro hat er gekostet – der OP-Roboter, den sich das Klinikum Kulmbach dieses Jahr angeschafft hat. Wie Radio Plassenburg bereits berichtet hat, ist das OP-System mit dem Namen „Da Vinci“ seit Juli im Einsatz.

Dr. Jordan Todorov, Leitender Arzt der Klinik für Urologie am Klinikum Kulmbach hat mittlerweile 20 Operationen mit dem Roboter durchgeführt und zieht eine durchaus positive Bilanz. Durch das Gerät habe der Arzt einen Zugang von allen Seiten zu den Organen. Außerdem könne der Roboter jedes kurze Zittern der Hand filtern. Zudem sehe der Chirurg sein Operationsfeld in 3D mit extrem hoher Auflösung. Zur Bedinung des Roboters steht der Arzt nicht am Tisch, sondern sitzt an einer Konsole im Operationssaal. Die Bezeichnung „Roboter“ sei laut Jordan Todorov allerdings falsch gewählt. Man müsse sich das Gerät eher als Assisstenten vorstellen.

 

 

Der Roboter wird bisher bei miniinvasiven Operationen eingesetzt. Sprich bei Entfernung von Prostata- oder Nierenkrebs oder Beckenbodenrekonstruktionen bei Frauen. Alle Patienten hätten die Operation als ausgesprochen schonend empfunden.

Für Jordan Todorov ist schon jetzt klar, dass sich die Investition gelohnt habe. Zukünftig sollen auch weitere Kliniken des Hauses mit dem „Da Vinci“ arbeiten. Die Vorbereitungen dazu würden bereits laufen.