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Opferstock in Kirche geleert: Freiheitsstrafe

München (dpa/lby) – Das Amtsgericht München hat einen 28-Jährigen zu einer Freiheitsstrafe von zehn Monaten ohne Bewährung verurteilt, weil er den Opferstock einer Münchner Kirche leergeräumt hatte. Ein gleichaltriger Mittäter erhielt eine Geldstrafe, wie das Gericht am Freitag mitteilte. Die beiden Angeklagten hatten am 2. und 3. März dieses Jahres gemeinsam den Antonius-Opferstock einer Kirche in der Innenstadt geplündert, dessen Inhalt für Bedürftige bestimmt ist und von der Pfarrei für soziale Projekte verwendet wird. Wie viel Geld sie dabei erbeuteten, war unklar.

Als einer der beiden Männer die Tat wenige Tage später wiederholen wollte, entdeckte der Mesner ihn dabei über eine Überwachungskamera und verständigte die Polizei. Der zweite Täter wurde einen Tag später festgenommen – ebenfalls, als er die Kirche noch einmal betrat.

Beide Männer hatten die Tat im Prozess zugegeben. Einer von ihnen beteuerte nach Gerichtsangaben, an Gott zu glauben. Er habe sich auch schon gedacht, dass das Geld für arme Leute bestimmt gewesen sei. Das Urteil fiel schon am 10. August. Weil die Staatsanwaltschaft gegen die Strafhöhe Berufung eingelegt hat, ist der Schuldspruch rechtskräftig, die verhängten Strafen sind es allerdings nach Gerichtsangaben noch nicht.