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Pflegerin soll falsche Arznei gegeben haben

Volkach (dpa/lby) – Eine nach zwei mutmaßlichen Mordversuchen in Unterfranken inhaftierte Pflegerin hat nach wochenlangen Ermittlungen nun erstmals etwas zu den Vorwürfen gesagt. Das bestätigte Oberstaatsanwaltschaft Thorsten Seebach am Mittwoch in Würzburg. «Die Beschuldigte äußerte sich in einer ersten Einlassung dahingehend, dass sie den Geschädigten habe helfen wollen», sagte er der «Main-Post». So habe die 48-Jährige mit der Gabe falscher Medikamente bezwecken wollen, dass ihre Opfer – eine 80 und eine 85 Jahre alte Frau – von einem Arzt behandelt werden. Ihr Tun habe die Verdächtige nicht weiter erläutert.

Die Mitarbeiterin eines Pflegeheims in Volkach (Landkreis Kitzingen) soll nach ersten Ermittlungen versucht haben, die zwei Bewohnerinnen zu töten. Sie sitzt seit Ende November 2020 in Untersuchungshaft, nachdem sie sich selbst der Polizei stellte.

Die beiden Seniorinnen waren Anfang November in ein Krankenhaus gekommen, als sich ihr Gesundheitszustand schlagartig verändert hatte. Es bestand sogar Lebensgefahr. Die Ermittler vermuteten schnell falsche Medikamente als Ursache. Die betagten Frauen wurden inzwischen aus dem Krankenhaus entlassen. Anhaltspunkte für zurückliegende ähnlich gelagerte Delikte der Verdächtigen aus dem Landkreis Schweinfurt gibt es Seebach zufolge nicht.

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