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Philologen fordern FFP-2-Masken für alle Lehrer in Bayern

München (dpa/lby) – Zum eigenen Schutz und zur Sicherstellung des Unterrichts fordert der bayerische Philologenverband für alle Lehrer nach den Herbstferien FFP-2-Masken. «Wenn Schulen systemrelevant sein sollen, und die letzten Aussagen lassen das vermuten, dann muss der Dienstherr auch für maximalen Schutz sorgen», sagte Michael Schwägerl, der Vorsitzende des Bayerischen Philologenverbands, am Freitag in München. Auch die Lehrer wollten den Präsenzunterricht aufrechterhalten und gäben ihr Bestes, damit die Kinder maximal geschützt und maximal unterrichtet werden könnten. Nach wie vor seien in den Klassenzimmern aber viele Menschen aus teils mehr als 30 Haushalten zusammen, und es gebe viele Kontakte auf engem Raum.

Neben den FFP-2-Masken für alle Lehrkräfte fordert der Verband die Anschaffung von mobilen Raumluftreinigern und ein einheitliches Vorgehen der Gesundheitsämter, wenn es zu Corona-Fällen an Schulen komme. Gerade an Gymnasien, Realschulen und Beruflichen Oberschulen seien oft Schüler mehrerer Landkreise in einer Klasse. Wenn für Schüler unterschiedliche Maßnahmen gelten, weil die jeweiligen Gesundheitsämter unterschiedlich vorgingen, schwäche das die Akzeptanz der Maßnahmen und verstärkt die Unsicherheit.

«Wir Lehrkräfte werden nach den Ferien wieder unser Bestes geben. Dazu brauchen wir aber auch den besten Schutz. Deswegen müssen die Kommunen und der Dienstherr die Ferien nutzen», sagte Schwägerl.