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Polizei verteilt an Touristenorten rund 2000 Knöllchen

Rosenheim/Kempten (dpa/lby) – Der Ansturm auf Bayerns Touristen-Hotspots hat in den Sommerferien zu zahlreichen «Wildparkern» geführt. Allein im südlichen Oberbayern hat die Polizei in den vergangenen sechs Wochen rund 600 Strafzettel an Ausflugsfahrer verteilt. «Etwa 550 Verwarnungen gab es, weil Fahrer ihre Autos unerlaubt auf Grünstreifen, in Wäldern oder auf Wiesen abgestellt hatten», sagte eine Polizeisprecherin am Dienstag. «Weitere Delikte waren beispielsweise Fahren ohne Gurt.» Vier Fahrzeuge mussten demnach abgeschleppt werden, 25 Anzeigen wurden an Wildparker in dem Naturschutzgebiet Pupplinger Au verteilt.

Insgesamt bezeichnet die Polizei die Bilanz zum Ferienausflugsverkehr in Oberbayern als «gemischt». Während an schönen Tagen die Wildparkerei teils zu massiven Verkehrsproblemen samt Straßensperrungen geführt hätte, sei die Lange an regnerischen Tagen ruhig geblieben.

Im Allgäu und am Bodensee registrierte die Polizei an touristischen Hotspots bis zum letzten Ferienwochenende 846 Parkverstöße gegen die Straßenverkehrsordnung. Dazu kamen noch einmal 720 Verstöße gegen das bayerische Naturschutzgesetz, bei denen ein Großteil auf Falschparker zurückzuführen sei, sagte ein Polizeisprecher. Die Zahlen lieferten aber nur ein grobes Bild der Situation, bei der Auswertung sei nicht nach Ausflüglern unterschieden worden.