© Jens Wolf

Polizei stellt mutmaßlichen Betrüger bei Geldübergabe

Aschaffenburg (dpa/lby) – Bei einer Geldübergabe in Unterfranken hat die Polizei einen mutmaßlichen Betrüger geschnappt. Der Mann soll einem 42-Jährigen einen Millionengewinn versprochen haben – dafür habe dieser allerdings in Vorkasse gehen sollen, wie Polizei und Staatsanwaltschaft am Montag mitteilten. Das Opfer zahlte mehr als ein Jahr lang Geld an den Betrüger. Am Ende waren es rund 100 000 Euro. Ende Oktober erstattete der 42-Jährige Anzeige, vergangene Woche traf er sich noch einmal mit dem mutmaßlichen Täter am Hauptbahnhof von Aschaffenburg – da schlugen die Beamten zu und nahmen einen 49-Jährigen fest. Er sitzt nun in Untersuchungshaft.

Der Täter hatte sein Opfer im September 2017 kontaktiert, wie ein Polizeisprecher sagte. Der 42-Jährige ließ sich täuschen und zahlte fortan immer wieder Geld über verschiedene Bezahldienste. Die beiden trafen sich mehrmals auch persönlich für die Geldübergabe. Der 49-Jährige aus dem Raum Hamburg muss sich wegen dringenden Verdachts des gewerbsmäßigen Bandenbetrugs verantworten.

Dass Menschen solchen Betrügern auf den Leim gehen, sei leider keine Seltenheit, sagte der Sprecher. «Das ist wie beim Enkeltrick oder bei falschen Polizisten. Die Leute fallen immer wieder darauf herein.» Und auch wenn im aktuellen Fall ein Tatverdächtiger in Haft sitze – das Geld sei wahrscheinlich weg.