Polizisten im Gesundheitsamt: Auch in Kulmbach helfen Beamte aus

Auch im Kulmbacher Gesundheitsamt helfen Polizeibeamte mit, Kontakte von positiv auf Corona getesteten Personen nachzuverfolgen. Die Methode, die Infektionsketten nachzuverfolgen und mit Quarantäne zu brechen, hat sich bisher als eine der erfolgreichsten in der Bekämpfung der Pandemie erwiesen. Allerdings sind angesichts der steigenden Zahlen viele Gesundheitsämter überfordert. Bei 400 Kontakten, die zum Beispiel in Kulmbach an einem Tag nach zu telefonieren waren, wird das deutlich. Zwei Beamte aus Kulmbach und Stadtsteinach helfen im Gesundheitsamt mit und auch andernorts in Oberfranken haben sich Polizisten freiwillig dafür gemeldet. Kritik kommt von der Gewerkschaft der Polizei. Die Polizei sei chronisch unterbesetzt und wegen Corona-Infektionen fielen aktuell 184 Beamte aus, weitere 345 seien in Quarantäne, sagt Peter Pytlik, stellvertretender Landesvorsitzender der GdP. Er hat vor allem Angst um die kleineren Dienststellen.