© Ali Miller London

Porzellan-Museum rückt Filmrequisiten in den Mittelpunkt

Selb (dpa/lby) – Sie fristen meist ein unscheinbares Dasein auf der Kinoleinwand und dem Fernsehbildschirm: Teller, Tassen, Kannen, Waschbecken oder Fliesen aus Keramik spielen in Film und Werbung in der Regel nur als Requisiten eine Rolle. Das Staatliche Museum für Porzellan in Selb, das Porzellanikon, widmet ihnen von Samstag an eine Ausstellung. Die Schau «Stille Stars» beleuchtet den Einsatz und die Wirkung von Keramik in den jeweiligen Medien – von «James Bond» über den Loriot-Klassiker «Pappa ante portas» bis zu Serien wie «Sherlock» und «Stromberg» oder ein Dr.-Oetker-Werbespot aus den 1950ern.

Manchmal seien die Requisiten bewusst platziert, sollten etwa in Werbeclips oder auf Zeitschriftentiteln Botschaften transportieren, einen bestimmten Zeitgeist illustrieren oder ein besonderes Lifestyle-Gefühl erzeugen, erläutert das Museum. Die Sonderausstellung soll bis zum 26. Januar dauern.

Gezeigt werden den Angaben nach ausgewählte Filmszenen, Werbefilme und -fotos aus vielen Ländern Europas von den 1930er Jahren bis heute. Besucher sollen auch selbst aktiv werden und beispielsweise mit dem sogenannten Greenscreen experimentieren – einer Filmtechnik, bei der Gegenstände oder Personen vor einer grünen Wand gefilmt werden, auf der nachträglich ein Hintergrund eingeblendet wird.