Das Firmenlogo der Wacker Chemie AG vor der Firmenzentrale., © Andreas Gebert/dpa/Archivbild

Preiserhöhungen bringen Wacker Chemie Rekordgewinn

Dank deutlicher Preiserhöhungen und eines starken Dollarkurses hat die Wacker Chemie AG im vergangenen Jahr einen Rekordgewinn erwirtschaft. Der Umsatz sei um ein Drittel auf 8,2 Milliarden Euro gestiegen, obwohl die Absatzmengen sogar etwas geringer waren, teilte der Chemiekonzern am Montag in München mit. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) stieg um die Hälfte auf 1,7 Milliarden Euro, wobei ein Effizienzprogramm für Rückenwind sorgte. Der Gewinn machte einen Sprung von 0,8 auf 1,3 Milliarden Euro.

Konzernchef Christian Hartel sagte, mit deutlichen Preiserhöhungen habe Wacker Chemie die gestiegenen Kosten für Energie, Rohstoffe und Transport kompensiert. Die Nachfrage habe sich allerdings ab der zweiten Jahreshälfte spürbar abgeschwächt. «Wir spüren mittlerweile in zahlreichen Anwendungsfeldern die Auswirkungen der sich abschwächenden Konjunktur auf das Bestellverhalten unserer Kunden. Bremsspuren sehen wir insbesondere im Baugeschäft, aber auch bei Siliconen für andere Branchen.» Allgemein bauten viele Kunden ihre Bestände ab und blieben vorsichtig. Im weiteren Jahresverlauf erwarte er jedoch ein Anziehen der Nachfrage.

Im vierten Quartal sei die Nachfrage in China wegen der dortigen Corona-Einschränkungen schwach gewesen. «Das hat außerhalb von China zu zunehmendem Importdruck und sinkenden Preisen geführt», sagte Hartel. Die Preise für Spezialitäten seien dagegen weitgehend stabil geblieben.