Prozess um Handybetrug am Landgericht Bayreuth zu Ende gegangen: Urteil ist wenig überraschend

Die Angeklagten gestehen – das Gericht gibt Bewährungsstrafen. Heute (Mo) ist vor dem Landgericht Bayreuth ein großer Betrugsprozess zu Ende gegangen – die Urteile waren keine Überraschung. Die Hauptangeklagten, die Betreiber mehrerer Vodafone-Handyshops unter anderem in Kulmbach und Bayreuth, haben Bewährungsstrafen in Höhe von zwei Jahren bekommen, außerdem müssen sie jeweils 7.500 Euro Strafe zahlen. In einer „Verständigung“ vor dem Prozess hatte die Strafkammer dieses Urteil schon in Aussicht gestellt. Die beiden Männer im Alter von 35 und 40 haben von 2014 bis 2015 insgesamt 1.800 Handys abgezweigt, dann illegal weiterverkauft und Vodafone damit einen Schaden von rund 900.000 Euro beschert. Aufgeflogen ist der Betrug durch eine Mitarbeiterin, die in Kulmbach zur Polizei gegangen ist. Neben den zwei Hauptangeklagten sind auch sechs Angestellte auf der Anklagebank gelandet. Deren Verfahren wurde aber eingestellt. Vodafone selbst soll sich für die Vorgänge und den entstanden Schaden so gut wie nicht interessiert haben.