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Puma rechnet 2019 mit guten Geschäften: Brexit macht Sorgen

Herzogenaurach (dpa) – Ob bei Shirts, Schuhen oder Socken: Bei Puma läuft es wieder rund. Der Sportartikelhersteller will sich nach kräftigen Zuwächsen 2018 auch im laufenden Jahr weiter steigern. 2019 soll der Umsatz währungsbereinigt um 10 Prozent zulegen, wie der Konzern am Donnerstag in Herzogenaurach mitteilte. Das operative Ergebnis (Ebit) soll auf 395 bis 415 Millionen Euro klettern.

Puma-Chef Björn Gulden hat das Unternehmen zuletzt wieder mehr auf das Kerngeschäft Sport ausgerichtet. Im vergangenen Jahr kehrte Puma nach 20 Jahren in den Basketball-Sport zurück. Damit will sich der Konzern stärker auf dem so wichtigen nordamerikanischen Sportmarkt etablieren. Pumas Kreativdirektor in dem Bereich ist Rapper Jay-Z.

Und auch für 2019 setzt die weltweite Nummer drei hinter Nike und Adidas wieder auf Kooperationen mit Prominenten. Model Adriana Lima wurde als Markenbotschafterin an Bord geholt. Sie soll die absatzstarken Produkte für Frauen weiter voran bringen – auch in den sozialen Medien. Eine starke Präsenz in den Netzwerken bleibe wichtig für Puma, um gerade die junge Generation zu erreichen, so Gulden.

Den Gewinn unter dem Strich konnte Puma 2018 um 38 Prozent auf 187,4 Millionen Euro steigern. Der Umsatz verbesserte sich um 12,4 Prozent und stieg auf 4,6 Milliarden Euro. Gulden zeigte sich zufrieden, Puma sei durchgängig in allen Regionen und allen Produktsegmenten gewachsen. Umsatztreiber seien vor allem Schuhe und Textilien gewesen.

Probleme könne es kurzfristig beim Wachstum in Europa geben, erklärte der Puma-Chef. «Wir haben eine gewissen Unruhe im Markt», so Gulden mit Blick etwa auf den geplanten Ausstieg Großbritanniens aus der Europäischen Union (Brexit). England sei ein wichtiger Markt für den Sport. «Klar, der Brexit macht uns unruhig.»

Puma habe sich bereits auf einen ungeordneten Ausstieg Großbritanniens vorbereitet. Man habe Lieferungen auf die Insel vorgezogen, um gewappnet zu sein. Organisatorisch und logistisch werde auch an Lösungen gearbeitet. «Da muss man am Ball bleiben – niemand weiß genau, was passiert.» 2019 werde in Europa ein schwierigeres Jahr als in anderen Regionen sein.