Radiologie-Sitz in Kulmbach nach Bayreuth verkauft: Nicht hinnehmbar für den Kulmbacher Oberbürgermeister

Dass Radiologe Dr. Pfaffenberger seinen Arztsitz von Kulmbach an das Klinikum in Bayreuth verkauft hat, hat abvgesehen von den Patienten, die seit vier Wochen vor geschlossenen Türen stehen, ein gewaltiges Beben ausgelöst im Kulmbacher Land. Kommunalrechtlich lässt man aktuell prüfen, ob das Bayreuther Krankenhaus – immerhin ebenfalls kommunal getragen – einfach im Nachbarlandkreis einen Arztsitz kaufen darf.  Es ist die Rede davon, dass das in deren Satzung ausgeschlossen ist und die Praxis deswegen vorsorglich geschlossen wurde
Allerdings gibts auch zum Informationsfluss in Kulmbach Kritik. Der Kulmbacher Oberbürgermeister Ingo Lehmann hat aus den Medien von dem Verkauf erfahren. Immerhin hatte seinen Worten zufolge der Zweckverband des Klinikums beschlossen, Verhandlungen mit Dr. Pfaffenberger zu führen:

In einer Stellungnahme fragt der Kulmbacher Oberbürgermeister nach. Er will wissen, aus welchem Grund die Verhandlungen gescheitert sind und ob im Hintergrund auf Kosten der Kulmbacher Patienten von Kulmbacher Seite aus versucht wurde, den Preis zu drücken. Dabei fragt der Kulmbacher Oberbürgermeister speziell nach der Rolle der Geschäftsleitungen der Kliniken in Kulmbach und Bayreuth.
Lehmann dankt Landrat Söllner der in der Sache bereits aktiv geworden ist. Wie er stellt auch der Kulmbacher Oberbürgermeiste fest, der Verlust der Radiologie-Praxis in Kulmbach sei ein schwerer und nicht hinzunehmender schlag.