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Ramsauer: Söder müsste bei CSU-Vorsitz zugreifen

Köln (dpa) – Im Fall eines Wechsels an der CSU-Spitze hat der frühere Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer Ministerpräsident Markus Söder zum Zugriff geraten. «Er kann sich den Parteivorsitz nicht nehmen lassen», sagte Ramsauer am Montag nach der bayerischen Landtagswahl im Deutschlandfunk. Aus Ramsauers Sicht muss nach herben Verlusten wie diesen eine Führungsdebatte folgen. Noch ist allerdings unklar, ob Horst Seehofer den Parteivorsitz nach der Wahlschlappe niederlegen wird. Seehofer hatte am Sonntagabend gesagt, er wolle weiter Verantwortung übernehmen. Allerdings zeigte er sich bereit, auch über personelle Konsequenzen zu diskutieren. Mit einem Ergebnis von 37,2 Prozent verfehlten die Christsozialen die absolute Mehrheit bei weitem und müssen sich nun einen Koalitionspartner suchen. Bei der Wahl 2013 erreichte sie noch 47,7 Prozent.