Richard-Wagner-Festspiele: Kulturstaatsministerin will Strukturen hinterfragen

Sind die Bayreuther Festspiele ein national und international bedeutendes Opernereignis? Eine Frage, die Kulturstaatsministerin Monika Grütters stellt. Der DPA hat die Ministerin erklärt, dadurch, dass der Bund Anteile an der Festspiel-GmbH hält und Steuergelder sowohl in den Betrieb als auch in die Sanierung des Festspielhauses fließen, müsse man Rechenschaft ablegen. Da geht’s zum einen um die Frage, ob die Erwartungen des Publikums erfüllt werden. Auf der anderen Seite will die Ministerin aber auch die Strukturen  am Grünen Hügel überprüfen auf Funktionalität und Wirksamkeit. Ministerin Grütters macht deutlich, dass es nicht um die Rolle der Familie Wagner geht, die gelte als Aushängeschild.  Im Focus stehen wohl eher die Satzung und die Gesellschafterverträge. An der Festspiele-GmbH sind der Bund, der Freistaat Bayern  und die Gesellschaft der Freunde von Bayreuth mit jeweils 29 Prozent beteiligt, die restlichen 13 Prozent hält die Stadt Bayreuth.

In Sachen Corona und Festspiele hat Grütters deutlich gemacht, dass auch sie sich für das kommende Jahr Festspiele in Bayreuth wünscht. Wegen Corona waren sie im laufenden Jahr ausgefallen. Nächstes Jahr soll es die Wagner-Opern geben, wegen der Corona-Auswirkungen sind bisher aber nur 22 statt 32 Vorstellungen geplant.