Rottweiler-Beißattacke: Prozess wird seit gestern neu aufgerollt

Der Prozess um die Beißattacke zweier Rottweiler auf einen neunjährigen Jungen im Kulmbacher Stadtteil Ziegelhütten wird neu aufgerollt. Seit gestern wälzt die Berufungskammer des Landgerichts Bayreuth Aktenberge. Für Entlastungszeugen könnte es eng werden, berichtet die Bayerische Rundschau heute – Falschaussagen stehen im Raum.

Der damals 9-Jährige Junge wurde bei der Beißattacke durch die zwei Rottweiler vor zwei Jahren schwerst verletzt, sogar Teile der Kopfhaut wurden skalpiert. Auch heute leide der Bub noch unter den Folgen des Hundeangriffs.

Vor einem halben Jahr hat das Amtsgericht Kulmbach den Hundehalter zu einer Geldstrafe von 3.200 Euro verurteilt. Das im Zivilprozess festgesetzte Schmerzensgeld in Höhe von 4.700 Euro habe er Medienberichten zufolge nicht bezahlt, auch sei er nie bei der Familie des Jungen gewesen.

Der Hundehalter, der mittlerweile in Österreich wohnt, behauptet, die Hunde seien im Haus gewesen. Seine Ehefrau räumte ein, sie habe das Tor offen gelassen, als sie kurz weggefahren sei.