© Patrick Seeger

Rund 130 Teilnehmern einer Feier drohen hohe Bußgelder

München (dpa/lby) – Die rund 130 Teilnehmer einer Party im Münchner Stadtteil Freimann müssen mit hohen Bußgeldern rechnen. Alle Anwesenden seien wegen Verstößen gegen das Infektionsschutzgesetz angezeigt worden, sagte ein Polizeisprecher am Montag. Das Kreisverwaltungsreferat der Landeshauptstadt werde Bußgeldverfahren gegen Gastgeber und Gäste der Feier einleiten.

Die Münchner Polizei beendete die Party in der Nacht zum Sonntag. «Die Vorgaben des Infektionsschutzes wurden komplett ignoriert», hieß es in einer Mitteilung. Niemand habe einen Mund-Nasenschutz getragen oder den Mindestabstand eingehalten. Auch ein Infektionsschutzkonzept habe es nicht gegeben.

Bei Feiern in Gaststätten oder Veranstaltungsräumen, bei denen nicht alle Gäste durchgehend auf festen Plätzen sitzen, dürfen sich in Bayern in geschlossenen Räumen derzeit maximal 100 Menschen treffen. Veranstalter müssen außerdem ein Schutz- und Hygienekonzept vorweisen können. Dazu zählt beispielsweise, dass der Mund-Nasen-Schutz dort getragen wird, wo man anderen Menschen begegnet – etwa im Flur oder den Toiletten.

Verstöße gegen die Maskenpflicht würden in der Regel mit 250 Euro Bußgeld geahndet, sagte ein Sprecher des Münchner Kreisverwaltungsreferats. Im Wiederholungsfall könne die Summe erhöht werden. Für den Gastgeber der Feier könnten nach Angaben des Sprechers sogar 5000 Euro oder mehr fällig werden, sofern sich die Vorwürfe bestätigen.