Schlachthof Kulmbach in der Kritik: Video von getöteten Schweinen schlägt hohe Wellen

Das Video der Soko Tierschutz, das Schweine bei der Tötung im Kulmbacher Schlachthof zeigt, schlägt nicht nur bei Tierschützern hohe Wellen. Der Kulmbach-Wunsiedler CSU-Landtagsabgeordnete Martin Schöffel fordert von der Stadt Kulmbach Aufklärung, wie es zu den im Fernsehen gezeigten Szenen kommen konnte, berichtet die Bayerische Rundschau heute und auch die Staatsanwaltschaft Bayreuth ermittelt mittlerweile in dem Fall. Auch das Kulmbacher Landratsamt hat Schritte gegen den Schlachthof-Betreiber eingeleitet und um Aufklärung gebeten.

Im „Report Mainz“ waren Anfang der Woche Aufnahmen unter anderem aus dem Kulmbacher Schlachthof veröffentlicht worden, die möglicherweise grobe Verstöße gegen das Tierschutzgesetz zeigen. In dem von den Aktivisten heimlich aufgenommenen Film war zu sehen, wie etwa die Schweine in der Gondel bei der Betäubung mit CO2 qualvoll verenden und auch wie ein Mitarbeiter ein Tier mit dem Fuß tritt. Das Töten der Tiere mit Kohlendioxid steht schon seit längerem in der Kritik, ist aber zugelassen. Die für den Schlachthof zuständige Kontrollbehörde für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen, KBLV, habe bei ihrer Kontrolle keine systematischen tierschutzrechtlichen Verstöße festgestellt, heißt es.