Schneewittchen-Prozess: Grapscher zu Freiheitsstrafe auf Bewährung verurteilt

Im so genannten „Schneewittchen-Prozess“ ist das Urteil gesprochen worden. Zehn Monate Freiheitsstrafe, auf drei Jahre zur Bewährung ausgesetzt, bekommt der 35-jährige Angeklagte. Außerdem muss er 150 gemeinnützige Arbeitsstunden verrichten und 1.500 Euro an das Frauenhaus Bayreuth zahlen. Das Landgericht Bayreuth war überzeugt, dass der Mann nach einer Faschingsparty im Landkreis Kulmbach im letzten Jahr eine 25-jährige Frau sexuell belästigt hat. Die Frau, die damals als Schneewittchen verkleidet war, war mit ihrem Mann und dem Angeklagten nach der feuchtfröhlichen Party nach Hause gegangen. In der Wohnung war es dann zu dem sexuellen Übergriff gekommen.
Der Angeklagte hat die Tat vor Gericht bestritten. Den Schuldspruch nahm er nach Medienberichten äußerlich unbewegt auf.
In erster Instanz war der 35-Jährige freigesprochen worden.