Schuldneratlas: 6,99 Prozent der Menschen im Kulmbacher Land haben massive Geldsorgen

Über Geld reden ist schön, wenn man es hat. Rund sieben Prozent der Menschen im Kulmbacher Land haben es nicht und sind überschuldet. Das geht aus dem neuesten Schuldneratlas der Creditreform hervor.

Insgesamt steht Kulmbach mit seinem nur sieben Prozent Überschuldeten noch gut da, der Bayerndurchschnitt liegt bei  7,1 und der Freistaat ist damit bundesweit Spitzenreiter, hier haben die Menschen am wenigsten Schulden.

Trotzdem gibt’s auch bei den Menschen in Oberfranken massive Geldsorgen, besonders in Hof, Wunsiedel und in den Städten Coburg und Bayreuth. Dort liegen die Verschuldungsraten bei  über 14, beziehungsweise über neun Prozent  der Bevölkerung.

Und ein markanter Trend setzt sich fort, immer mehr Menschen über 70 sind verschuldet, kommen mit ihrer Mini-Rente nicht klar, sind aber gleichzeitig selten bei der Tafel, oft aus Scham.

Laut Creditreform trifft die Corona-Krise vor allem geringfügig Beschäftigte, wie es sie oft in der Gastronomie gibt. Sie gehen weniger in Kurzarbeit, sondern werden entlassen, also profitieren  sie nicht von staatlichen Hilfen. Gleichzeitig konnten sie aber kein Geldpolster für schlechte Zeiten anlegen.