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Schulze greift Söder für Corona-Politik an

München (dpa) – Die Fraktionsvorsitzende der Grünen im bayerischen Landtag, Katharina Schulze, hat Bayerns Ministerpräsidenten Markus Söder (CSU) für seine Corona-Politik scharf angegriffen. «Mir kommt diese Pandemie manchmal vor wie eine sehr, sehr lange Autofahrt in Richtung normales Leben, mit den bekannten Mitfahrern», sagte Schulze beim digitalen politischen Aschermittwoch der bayerischen Grünen in München. Söder verglich sie dabei mit dem Fahrer des Wagens.

«Markus Söder ist vor allem laut und omnipräsent», sagte Schulze. «Er redet während der ganzen Fahrt, er bestimmt das Radioprogramm.» Er drehe die Heizung mal rauf, mal runter, er sage sogar dem Navigationsgerät, «wo es langgeht». Dabei habe er die Vorbereitungen für die lange Fahrt nicht richtig getroffen: So seien die Gesundheitsämter selbst nach einem Jahr immer noch nicht richtig ausgestattet, und es gebe keinen Perspektivplan.

Schulze verglich Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger von den Freien Wählern mit einem Quengler, der wisse, dass die Fahrt dauere, der aber im Viertelstundentakt frage, wann man endlich ankomme. «Er sollte mal lieber seinen Job machen als Wirtschaftsminister.» Aiwanger müsse dafür sorgen, dass die Corona-Hilfen schnell und unbürokratisch bei den Menschen ankämen.

Der bayerische Grünen-Chef Eike Hallitzky betonte, in diesem Wahljahr gehe es darum, den «Leerlauf der großen Koalition» zu durchbrechen.

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