Schwere Arbeit auf dem Bau: Gewerkschaft fordert Instrumente gegen Altersarmut bei früherer Arbeitsunfähigkeit

Wer auf dem Bau arbeitet, schiebt nicht nur oft Überstunden, sondern hat im Alter auch schneller körperliche Probleme. Darauf macht die IG BAU Oberfranken aufmerksam. Auf dem Bau gibt es kein Teilzeitmodell, so  Gewerkschaftsfunktionär Gerald Nicklas. Die Regel sei Vollzeit plus Überstunden. Durch Corona  gebe es zusätzlich einen enormen Auftragsstau, was das Problem verstärke.

Durch die starke körperliche Beanspruchung seien etwa Dachdecker schneller körperlich beeinträchtigt und müsste früher in Rente gehen. Dann aber gibt es Abstriche bei der Rentenhöhe und die IG BAU warnt vor Altersarmut.  Laut Gewerkschaft machen Bauarbeiter im Kulmbacher Land jedes Jahr rund 1,500 Überstunden, ebenso wie in Lichtenfels und Kronach.