Schwere Belastung für Gastronomen: in Bayreuth soll ein Drittel der Betriebe wegen Corona vor dem Aus stehen

Etwa ein Drittel aller Gastronomiebetriebe im Raum Bayreuth wird spätestens Weihnachten am Ende sein. Diese Einschätzung vertritt der Vorsitzende des Hotel- und Gaststättenverbandes in Bayreuth heute im Nordbayerischen Kurier. Die Wirte hätten bisher einiges durch das schöne Wetter und den Außenbetrieb ausgleichen können. Das falle nun weg. Rund 15 Betriebe im Bayreuther Land hätten bereits wegen Corona schließen müssen.

Für Kulmbach schätzt der hiesige Vorsitzende des Hotel- und Gaststättenverbandes, Stephan Ertl, die Lage ernst aber nicht so dramatisch ein.

Der Unterschied von den Kulmbacher zu den Bayreuther Gastronomie-Betrieben sei die durchschnittliche Größe. Die kleinere Wirtshäuser im Kulmbacher Land hätten gute Chancen, die Krise zumindest plus-minus-null zu überstehen, so Ertl im Gespräch mit Radio Plassenburg. Sie könnten sich mit „Essen to go“ und dank ihrer Stammkundschaft über Wasser halten.

Für große Hotels, wie beispielsweise das Achat-Hotel in Kulmbach sei die Lage ernster, weil es sich für sie nicht lohne für nur drei oder fünf Gäste zu öffnen.

Gleichzeitig macht Ertl aber auch deutlich, dass der Herbst und Winter für die Gastronomen eine neue Belastung bedeute, wenn das Weihnachtsgeschäft komplett wegfalle, weil keine Weihnachtsfeiern stattfinden dürfen und als nächstes der Silvesterabend still und leer bleibt in den Wirtshäusern.