Seehofers Rücktritt vom Rücktritt: Oberfränkische CSU erleichtert

Nach dem Rücktrittsangebot, sitzt er jetzt doch wieder im Sattel – Horst Seehofer bleibt Bundesinnenminister. Vor nicht einmal 24 Stunden drohte die vierte Amtszeit von Kanzlerin Angela Merkel wegen des Asylstreits zu kippen. Der oberfränkische CSU-Bezirksvorsitzende und Bundestagsabgeordnete Hans-Peter Friedrich hat darauf mit Entsetzen reagiert. Entsprechend erleichtert dürfte er über den jetzt gefundenen Kompromiss sein.

Man sei sich in Berlin jederzeit mit der CDU einig gewesen, dass man das Unionsbündnis aufrechterhalten wolle, sagte Friedrich unserem Sender. Gleichzeitig machte er als ehemaliger Innenminister deutlich, dass es bei Horst Seehofer eine gewisse Verbitterung gebe. Seehofer habe einen Plan mit 63 Punkten erarbeitet, der dann von der Kanzlerin gestoppt worden sei.

Der oberfränkische CSU-Vorsitzende ist sich auch im Klaren darüber, dass die Regierungskrise und der lange Asylstreit bei der Bevölkerung mehr und mehr Unverständnis ausgelöst haben. Man sei sich bewusst, dass die Bevölkerung ihr Urteil abgeben werde, sagte Friedrich mit Blick auf die Landtagswahlen im Herbst.