Seltene Krötenart in Bamberg entdeckt

Die Stadt Bamberg freut sich über eine seltene Krötenart. Ein Hobby-Vogelkundler habe die Larven der Knoblauchkröten entdeckt, teilte die Stadt am Donnerstag mit. Das Tier mit dem wenig schmeichelhaften Namen war im Stadtgebiet zuletzt vor 25 Jahren nachgewiesen worden, hieß es weiter.

Der Teil des Seebachs, an dem die Kröten gefunden wurden, ist erst kürzlich renaturiert worden. Umweltreferent Jonas Glüsenkamp sagte: «Oft sind ökologische Maßnahmen bei Bauvorhaben in der gesellschaftlichen Wahrnehmung immer noch ein notwendiges Übel. Der Fund zeigt aber, wie es sich lohnt, für diese einzutreten.»

Die Kaulquappen der Knoblauchkröten werden sehr groß, in der Regel bis zu zehn Zentimeter, es kommen auch Riesenlarven mit bis zu 22 Zentimetern Länge vor. Die Kröte selbst ist nur sechs bis sieben Zentimeter lang. Ihren Namen hat sie daher, dass sie bei Stress ein Sekret absondert, das nach Knoblauch riecht.