Sie retten Lebensmittel vor der Mülltonne: Kulmbacher „foodsaver“ wollen langsam wieder durchstarten

75 Kilo Lebensmittel – ungefähr so viel schmeißt jeder Deutsche pro Jahr in die Mülltonne und das, obwohl ein Großteil der Lebensmittel noch essbar wäre. Um genau diese Zahl zu reduzieren, und etwas gegen Lebensmittelverschwendung zu tun, gibt es in Kulmbach seit ungefähr einem Jahr sogenannte „foodsaver“. Sie beteiligen sich an der Initiative „foodsharing“ und haben es sich zur Aufgabe gemacht, noch essbare Lebensmittel vor der Mülltonne zu retten, beispielsweise indem sie übriges Essen aus den Gastronomiebetrieben abholen und zu Hause verwerten.

Corona habe das allerdings ziemlich ausgebremst, hat Eunike Schu von der Transition-Gruppe im Gespräch mit Radio Plassenburg erklärt. Gerade aus den Gastronomiebetrieben habe man in den letzten Monaten kein Essen mehr holen können. Jetzt wollten die „foodsaver“ langsam aber sicher wieder durchstarten und beispielsweise Supermärkte angehen, dafür bräuchten sie aber dringend Unterstützung, so Schu.

Anmelden können sich Interessierte unter anderem über foodsharing.de. Nach einem kleinen Quiz bekommt man einen Ausweis, mit dem man Essen abholen darf. Aber auch zu Hause könne jeder seinen Beitrag leisten, beispielsweise indem man Einkäufe besser plant, oder Lebensmittel nicht wegschmeißt, nur weil das Mindesthaltbarkeitsdatum überschritten wurde.