© Daniel Karmann

Siemens schraubt Ziele nach oben

München (dpa) – Siemens setzt sich unter dem neuen Chef Roland Busch höhere Ziele. So soll der Umsatz über die kommenden drei bis fünf Jahre im Schnitt um 5 bis 7 Prozent statt der bisherigen Zielmarke von 4 bis 5 Prozent wachsen, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Das Ergebnis je Aktie soll noch schneller zulegen: Im Schnitt wird dort bereinigt um Auswirkungen von Zukäufen ein Plus im hohen einstelligen Prozentbereich angepeilt. Das bedeutet in etwa einen Wert zwischen 8 und 10 Prozent.

Nach dem großangelegten Umbau der vergangenen Jahre – als letzten großen Schritt hatte Siemens im vergangenen Jahr sein Energiegeschäft abgespalten – setze man sich «neue, ambitionierte Finanzziele», sagte Finanzchef Ralf Thomas. Von denen sollen auch die Anleger mit weiteren Aktienrückkäufen für bis zu drei Milliarden Euro und einer weiter steigenden Dividende profitieren. Konkret will Siemens einmal erreichte Dividendenniveaus künftig nicht wieder unterschreiten.

In der ertragreichen Sparte Digital Industries peilt Siemens zudem eine weitreichende Umstellung an. Dort soll ein erheblicher Teil des Softwaregeschäfts als cloudbasierter Service angeboten werden. Dies sorge für kontinuierlichere Umsätze und erschließe neue Zielgruppen, gerade bei kleineren Unternehmen, heißt es dazu von Siemens. In der Übergangsphase drückt dies aber auf die Zahlen, weil das Geld nicht mehr zu Beginn für die Softwarelizenz sondern regelmäßig bezahlt wird.

© dpa-infocom, dpa:210624-99-122810/2