Sikawild im Landkreis Ansbach zum Abschuss freigegeben

Im Landkreis Ansbach gesichtetes freilaufendes Sikawild ist nun zum Abschuss freigegeben. Trotz mehrerer Aufrufe habe sich kein Besitzer der Hirsche gemeldet, teilte das Ansbacher Landratsamt am Montag mit. Die Untere Jagdbehörde gehe inzwischen davon aus, dass das gesichtete Wild bereits vor längerer Zeit aus einem Gehege ausgebrochen und in den Landkreis Ansbach gewandert sei. Weil bei Wildunfällen mit Sikahirschen großer Schaden entstehen kann und sie Waldpflanzen schädigen können, gibt das Landratsamt sie nun zur Bejagung frei.

Ende 2022 hatten Zeugen mindestens drei freilaufende Sikahirsche im Bereich der Gemeinden Dürrwangen und Schopfloch im Süden des Landkreises gesichtet. Da Sikawild in der Region nach Angaben des Landratsamtes nicht in freier Wildbahn vorkommt, ging die Behörde davon aus, dass die Tiere aus einem Gehege entlaufen sein müssen.

Sikahirsche stammen ursprünglich aus Ostasien, leben aber inzwischen in vielen Gegenden der Welt. Sie werden etwa bis zu 70 Kilogramm schwer. Das entspricht ungefähr dem Gewicht von Damhirschen.