Skandal bei der AWO Kulmbach: Inge Aures in der Kritik

Der AWO-Kreisverband Kulmbach und seine Vorsitzende Inge Aures stehen in der Kritik. Der SPD-Landtagsabgeordneten wird vorgeworfen, als Kreisvorsitzende der Arbeiterwohlfahrt nicht nur ans Gemeinwohl, sondern auch an das Familieneinkommen gedacht zu haben, berichtet die Frankenpost heute. Von Korruption, Misswirtschaft und Vetternwirtschaft ist die Rede.  Architektenaufträge des AWO-Kreisverbandes seien angeblich ohne öffentliche Ausschreibung in den letzten Jahren immer an den Kulmbacher Architekten Heinz-Hermann Drenske vergeben worden, – den Ehemann von Inge Aures. Wirtschaftsprüfer und Revisoren der AWO kritisierten schon seit Jahren dieses Vorgehen, und warnten, dass der Straftatbestand der Untreue erfüllt sein könnte.

Des Weiteren steht auch ein ungeklärtes Arbeitsverhältnis des früheren AWO-Kreisgeschäftsführers und Kreisvorsitzenden Oskar Schmidt im Raum. Gegen ihn sind Vorwürfe laut geworden, er habe, nachdem er sein Amt abgegeben hatte, noch Bezüge in Höhe von 135.000 Euro erhalten – für welche Arbeit sei aber unklar.

Inge Aures bestätigt der Frankenpost einen Interessenskonflikt, betont aber, sie habe an den umstrittenen Auftragsvergaben nicht teilgenommen.

Kulmbach ist derzeit nicht der einzige Kreisverband, der in der Kritik steht. Auch Kreisverbände der Arbeiterwohlfahrt in Hessen und Thüringen erschüttern derzeit Skandale. Dort lauten die Vorwürfe auf persönliche Bereicherung von ehren- und hauptamtlichen Mitarbeitern.