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Söder: CSU will Parteitag im Dezember auf 2021 verschieben

München/Nürnberg (dpa) – Die CSU will ihren für Dezember geplanten Präsenzparteitag wegen der unklaren Corona-Infektionslage ins kommende Jahr verschieben. «Ich glaube, dass ein großer Parteitag mit mehr als 100O Delegierten und Gästen kein gutes Signal wäre», sagte Parteichef Markus Söder am Freitag der Deutschen Presse-Agentur in Nürnberg. In Zeiten, in denen sogar über die Absage von Weihnachtsmärkten diskutiert werde, müsse die Politik als Vorbild vorangehen. «Die Botschaft heißt: keine Ausnahmen und keine Privilegien für Parteien gegenüber normalen Veranstaltungen.»

Es sei auch politisch klüger, den Parteitag erst im neuen Jahr zu machen, betonte Söder. «Dann gibt es auch mehr Klarheit bei den Personalentscheidungen der CDU.» Die CSU habe ja zudem im September noch einen virtuellen Parteitag geplant.

Die Entscheidung der CSU gegen einen Präsenzparteitag kann laut Söder nicht auf die CDU übertragen werden. «Bei der CDU ist das anders, hier müssen Neuwahlen stattfinden», sagte Söder. Als aussichtsreichste Kandidaten für die Nachfolge von Annegret Kramp-Karrenbauer für den CDU-Vorsitz gelten NRW-Ministerpräsident Armin Laschet, der Wirtschaftsexperte Friedrich Merz und der Außenexperte Norbert Röttgen. Gewählt werden soll bei einem Parteitag in Stuttgart Anfang Dezember. «Sollte mich die CDU einladen, bin ich gerne dabei, ob digital oder analog mit Maske», sagte Söder.