Bayerns Ministerpräsident und CSU-Chef Markus Söder steht vor der deutschen Fahne., © Peter Kneffel/dpa/Archivbild

Söder unterstützt Forderung nach Trauerakt für Gorbatschow

CSU-Parteichef Markus Söder hat einen eigenen Trauerakt in Deutschland für den gestorbenen früheren Sowjet-Präsidenten Michail Gorbatschow angeregt. «Es sollte einen deutschen Trauerakt für Michail Gorbatschow geben», sagte Söder dem «Münchner Merkur» (Freitag). «Deutschland hat ihm viel zu verdanken, er ist einer der Väter der Wiedervereinigung und hat Millionen Menschen ihre Freiheit geschenkt. Das muss Deutschland würdigen.» Gorbatschow habe für einen Weg zu Frieden und Freiheit gestanden und sei gerade in der heutigen Zeit ein Vorbild.

Nach dem Tod Gorbatschows waren Diskussionen darüber aufgekommen, wie Deutschland den Sowjet-Politiker würdigen könnte. Reisen deutscher Spitzenpolitiker zu etwaigen Trauerfeiern auf russischem Boden erscheinen angesichts der aktuellen weltpolitischen Lage und dem Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine fraglich. Einen eigenen Trauerakt in Deutschland hatten vor Söder bereits andere deutsche Politiker ins Gespräch gebracht.