Solidarität über die Konfessionen hinaus: Bedford-Strohm stellt sich hinter Bamberger Äbtissin

 

Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Heinrich Bedford-Strohm, hat sich mit der Benediktineräbtissin Mutter Mechthild solidarisiert. Die Leiterin des Klosters Kirchschletten im Landkreis Bamberg wurde wegen Gewährung von Kirchenasyl angeklagt. 

Er könne nicht nachvollziehen, dass der Ordensschwester von Seiten des Amtsgerichts Bamberg eine Freiheitsstrafe angedroht worden sei, sagte der bayerische Landesbischof der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA).  Mutter Mechthild habe seine Solidarität, so Bedford-Strohm.

Die 62-jährige Äbtissin Mechthild Thürmer war zu einer Geldstrafe verurteilt worden, weil sie einer Eritreerin Kirchenasyl gewährt hatte. Nachdem sie die Zahlung verweigerte, drohte ihr das Amtsgericht Bamberg eine „empfindliche Freiheitsstrafe“ an und legte ihr nahe, ihr Verhalten zu überdenken. Die Ordensfrau bestritt den Vorwurf rechtswidrigen Handelns und berief sich auf ihr Gewissen.