Sophia Prozess: Bruder und Freunde des Opfers im Zeugenstand

Im Prozess gegen einen Lastwagenfahrer, der an der Autobahn bei Plech die Anhalterin Sophia L. ermordet haben soll, haben jetzt vier Freunde und der Bruder der Getöteten im Zeugenstand ausgesagt. Dabei haben sie unverhohlen die Untätigkeit der Polizei kritisiert. Tagelang hätten die Behörden nicht auf Bitten reagiert, koordiniert nach der Tramperin zu suchen. Dabei habe es auch Gerangel um Zuständigkeiten gegeben.

Der Bruder von Sophia sagte wörtlich im Gerichtssaal: Durch das Verhalten der Polizei war uns klar, von dort bekommen wir keine Hilfe. Drei Tage lang haben Freunde Sophias dann selbst ermittelt und lange vor der Polizei herausgefunden, wie der Fahrer heißt und wo er sich befindet. Diese Aussagen haben jetzt auch die Frage aufgeworfen: Hätte Sophia vielleicht gerettet werden können bei schnelleren Maßnahmen? Denn es gibt Anzeichen, dass der Angeklagte die Anhalterin nicht im Landkreis Bayreuth getötet hat, sondern möglicherweise erst viel später irgendwo im Ausland.