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SPD fordert Geld und Regeln für Reparaturen

München (dpa/lby) – Zum Schutz von Verbrauchern und Umwelt setzt sich Bayerns SPD für eine längere Nutzung von Elektrogeräten und anderen gekauften Waren ein. In einem Antragspaket fordert die Fraktion im Landtag unter anderem eine staatliche Förderung für sogenannte Reparaturcafés. 500 000 Euro sollen im Haushalt 2021 zur Verfügung gestellt werden, damit bestehende Projekte gegen die fortschreitende Wegwerf-Mentalität unterstützt und neue initiiert werden könnten.

«Reparatur-Cafés sind großartige Einrichtungen, die wir unbedingt unterstützen sollten. Die Verbraucherinnen und Verbraucher können einfachere Defekte kostengünstig reparieren lassen», sagte der SPD-Abgeordnete Florian von Brunn. Zudem werde in den Cafés ehrenamtliches Engagement gefördert.

Darüber hinaus umfasst das Antragspaket auch die Forderung nach einer längeren Garantiedauer von mindestens fünf Jahren und setzt darauf, dass auch der Druck auf die Hersteller hoch bleibt: «Schlecht konstruierte Geräte, zum Beispiel mit fest verbauten Akkus oder LEDS sind ein Ärgernis, weil sie nicht repariert werden können», sagte von Brunn. Die Staatsregierung müsse sich daher dafür einsetzen, dass alle Hersteller eine Reparatur grundsätzlich ermöglichen.

Ab 2021 müssen die Hersteller bestimmter Elektrogeräte – etwa Fernseher, Monitore, Kühlschränke – bestimmte Voraussetzungen für die Reparierbarkeit erfüllen. Von Brunn sieht hier aber noch einige Lücken und Nachbesserungsbedarf: Auch für auch E-Bikes und Elektroroller sollten Akkus verpflichtend austauschbar sein.

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