Eine Zapfpistole steckt an einer Tankstelle in einem Wagen., © Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild

Spritkosten: Bayern am teuersten, Berlin am günstigsten

Bayern hat zur Zeit die höchsten Spritpreise Deutschlands. Ein am Donnerstag veröffentlichter Vergleich regionaler Werte durch das Bundeskartellamt zeigte für den 1. August Unterschiede von bis zu 21 Cent pro Liter Superbenzin. Die teuersten Regionen lagen im Süden Bayerns, die billigsten in Berlin. Bei Diesel gab es Unterschiede von bis zu 19 Cent mit einem klaren Gefälle zwischen Süden und Norden. Auch hier sind Teile Bayerns am teuersten, während Teile Berlins besonders günstig sind. Auch im Süden Baden-Württembergs gab es vergleichsweise hohe Preise.

Selbst innerhalb Bayerns zeigt sich ein Gefälle – am teuersten ist der Sprit demnach im Südosten, noch am günstigsten in Teilen Frankens. Die niedrigsten Durchschnittswerte für einzelne Regionen lagen am 1. August für Superbenzin der Sorte E5 laut einer Grafik des Kartellamts bei 1,73 bis 1,74 Euro je Liter, die höchsten bei 1,92 bis 1,94. Bei Diesel waren es 1,86 bis 1,87 Euro beziehungsweise 2,04 bis 2,05 Euro.

Als mögliche Gründe für die Unterschiede nennt das Bundeskartellamt den niedrigen Pegelstand des Rheins, der Transporte nach Bayern erschwere sowie eingeschränkte Produktionskapazitäten bei Raffinerien in Bayern und Österreich. Schon vor vier Jahren habe man im Zusammenhang mit einem starken Rhein-Niedrigwasser und dem Ausfall einer Raffinerie in Bayern hohe regionale Preisunterschiede beobachten können.

Für den Vergleich wurden jeweils Regionen nach den ersten beiden Ziffern der Postleitzahl gebildet. Detaillierte Einzelwerte nannte das Kartellamt nicht.