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Staatsakt zum 100-jährigen Bestehen der Republik Österreich

Wien (dpa) – Mit einem Staatsakt feiert Österreich am Montag das 100-jährige Bestehen der Republik. In der Wiener Staatsoper wollen Bundespräsident Alexander Van der Bellen und Kanzler Sebastian Kurz an die wechselvolle Geschichte des Landes erinnern.

Dazu gehört die Mitverantwortung Österreichs an den Verbrechen der Nazis. Unter den Gästen sind auch Überlebende des Holocausts.

Nach der Niederlage im Ersten Weltkrieg und dem Untergang der Monarchie 1918 hielten viele Bürger und Politiker die stark verkleinerte Republik wirtschaftlich für nicht überlebensfähig. In Österreich entstand vor dem «Anschluss» an Nazi-Deutschland 1938 ein autoritärer Ständestaat. Nach dem Zweiten Weltkrieg und zehnjähriger Besatzungszeit wurde Österreich 1955 wieder ein souveräner Staat. Das Land verpflichtete sich zu «immerwährender Neutralität» und ist daher kein Nato-Mitglied.

Seit 1995 gehört die Alpenrepublik zur EU. Nicht zuletzt der Fall des Eisernen Vorhangs 1989 bescherte dem Land neue Bedeutung und einen Wirtschaftsboom. Nach jahrzehntelang üblicher großer Koalition von konservativer ÖVP und sozialdemokratischer SPÖ regiert seit einem Jahr eine rechtskonservative Regierung aus ÖVP und FPÖ das Land.