Stabil durch die Krise: Kulmbacher Brauerei hat sich rechtzeitig auf den Vertrieb konzentriert

Die Kulmbacher Brauerei hat das Geschäftsjahr 2020 gut überstanden. Das teilt Brauerei-Vorstand Markus Stodden auf Radio Plassenburg-Anfrage mit. Der Geschäftsbericht der Brauerei liegt online vor. Mitte Mai gibt’s die ordentliche Hauptversammlung – als virtuelle Versammlung  – und da werden die Aktionäre der Brauerei erfreut sein. Es gibt heuer nicht nur eine Dividende von 1,50 Euro pro Aktie, sondern oben drauf einen Bonus von drei Euro.

Die Aktionäre der Kulmbacher hätten in den vergangenen Jahren auf Teile der Ausschüttung verzichtet, die ins Eigenkapital eingestellt worden seien. Mit dieser Sonderzahlung bedanke sich die Kulmbacher für die langjährige Treue.

Nach Stoddens Angaben hat sich die Brauerei mit dem ersten Lockdown und den damit verbundenen Schließungen der Wirtshäuser und Absagen von Veranstaltungen auf ihre größte Vertriebsschiene konzentriert, den Lebensmittelhandel und die Getränkeabholmärkte. Wie sich zeigt, mit Erfolg. Man habe zwar die Verluste aus den anderen Bereichen nicht komplett kompensieren können, so der Brauerei-Vorstand, aber die Brauerei sei stabil durch die Krise gekommen. Der Getränkeabsatz ist um 2,5 Prozent gestiegen auf 3.4 Millionen Hektoliter. Die Menschen hätten in der Pandemie einen höheren Bierkonsum zu Hause.

Der starke Vertrieb und die Beliebtheit der Marke machen, dass die Kulmbacher 236,8 Millionen Euro Umsatz verbuchen kann im Geschäftsjahr 2020, im Jahr davor waren es  gut 3 Millionen Euro mehr.