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Stadt Landshut überschreitet Corona-Frühwarnwert

Landshut (dpa/lby) – Die Stadt Landshut hat den Frühwarnwert für Corona-Neuinfektionen überschritten und damit zugleich die meisten neuen Fälle in Bayern. Nach Angaben des Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit lag die Sieben-Tage-Inzidenz in der kreisfreien Stadt am Donnerstag bei 41,3. Das bedeutet, dass sich in den vergangenen sieben Tagen pro 100 000 Einwohner mehr als 41 Menschen neu mit dem Coronavirus angesteckt haben. Als Ursache nannte die Stadt vor allem Reiserückkehrer aus Osteuropa und den Balkanstaaten.

In Bayern hat die Regierung den Wert 35 als Grenze ausgegeben. Wird diese überschritten, soll je nach Ausbruchsgeschehen ein Plan entwickelt werden, wie die Ansteckungen minimiert werden können. Zu den in Landshut geplanten Schritten machte die Stadt zunächst keine Angaben.

Als Reaktion beschloss die Stadt am Donnerstagabend, dass sich Reiserückkehrer aus Risikogebieten zweimal testen lassen müssen. Neben einem Test unmittelbar nach der Einreise müsse nun eine zweite Testung am fünften bis siebten Tag gemacht werden. Erst wenn beide Testergebnisse negativ ausfallen, dürfte die häusliche Quarantäne beendet werden. Ferner dürften sich nur noch Gruppen von bis zu fünf Menschen im öffentlichen Raum und in der Gastronomie aufhalten. Von der Regelung ausgenommen sind nach Angaben der Stadt unter anderem Angehörige des eigenen Hausstands, Lebenspartner und Geschwister eines weiteren Hausstandes. Zudem werde der verkaufsoffene Sonntag mit Kunst- und Antikmarkt an diesem Wochenende abgesagt. Die Maßnahmen gelten vorerst für eine Woche.

Neben Landshut in Niederbayern überschritten auch die Städte Memmingen und Ingolstadt am Donnerstag noch knapp den Grenzwert. In Bayern haben sich bislang 58 241 Menschen mit dem Coronavirus angesteckt. Das sind laut Landesamt 325 Infektionen mehr als am Vortag. 51 520 Menschen gelten bereits als genesen. In Folge einer Infektion sind in Bayern bislang 2639 Menschen gestorben.