Stand jetzt: Im oberfränkischen Handwerk gibt’s viel zu tun und zu wenig Mitarbeiter

Überall in Oberfranken gibt’s für Handwerker so viel zu tun wie noch nie. Es herrscht Bauboom. Der Präsident der Handwerkskammer für Oberfranken nennt die Auslastung der Betriebe zufriedenstellend, die Handwerker könnten aber mehr schaffen, wenn sie die Leute hätten, die sie in den Betrieben bräuchten.

Die Handwerkskammer macht seit Jahren mit eigenen Kampagnen Werbung für Nachwuchs in den Betrieben. Handwerker gehen in Schulen um ganz praktisch zu zeigen, wie ihre Arbeit aussieht. Ob Abiturienten, Studienabbrecher oder Asylbewerber, die ein Bleiberecht für die Zeit der Lehre und zwei Jahre darüber hinaus bekommen sollen, alle sind im Handwerk herzlich willkommen und haben dort durchaus Karrierechancen.
Die Diskrepanz zwischen dem, was die Politik entscheide und was die Bürger forderten, habe vergangenes Jahr die Lage der Handwerksbetriebe geprägt, so Thomas Zimmer. Die Dieselkrise und die neue Datenschutzgrundverordnung schafften zusätzlich Unsicherheit. Gerade kleine Handwerksbetriebe scheuten sich vor so viel Bürokratie, so der HWK-Präsident