Stiefkind Hallensport: Kulmbacherin kritisiert Benachteiligung und strikte Kulmbacher Regelungen

Den Umgang mit Kulmbacher Hallensportvereinen kritisiert Mientje Krüger heute in einer Reaktion auf die Ankündigung von Stadt und Landkreis, die Hallen ab 19. Oktober wieder zu öffnen.

Den Hallensportlern in der Region werde es unnötig schwer gemacht, schreibt sie in einem Brief an Landrat Klaus Peter Söllner. Mientje Krüger, CSU-Mitglied, Sprecherin der Wirtschaftsjunioren und Mitglied in mehreren Vereinen, betont, sie sei grundsätzlich eine Befürworterin der Corona-Maßnahmen und vertraue auf die Arbeit der Experten im Landkreis.

Allerdings würden die Hallensportler in Kulmbach benachteiligt. Anderswo in Bayern sei, teilweise seit Juni, der Hallensport wieder erlaubt, aber nicht in Kulmbach. Tennis-Sportler, Golfer oder auch Fußballer dürften seit vielen Wochen wieder trainieren, inklusive Nutzung der Sanitäranlagen und Umkleidekabinen, die Freigabe sei vom Landratsamt gekommen.

Mientje Krüger kritisiert, die strengen Hygienevorgaben für die Sporthallen ab 19. Oktober. Man habe die Vereine nicht mit einbezogen, deren Hygienekonzepte schlicht nicht beachtet und die aktuellen Regelungen seien viel zu streng. Die Vorgaben für Kulmbacher Schulhallen seien deutlich strikter als Konzepte anderer Schulen und Gemeinden. Krüger nennt zum Beispiel die Pflicht, nach jedem Training eine Stunde zu lüften, anderswo seien das 15 bis 30 Minuten.

Leidtragende seien Kinder und Jugendliche,  deren Trainingszeiten ausfielen. Gleichzeitig werde die wichtige gesellschaftliche Aufgabe der Vereine geschwächt,  wo die doch gerade in der Jugendarbeit eine wichtige Rolle spielten, so Krüger. Sie fördert, Stadt und Landkreis sollten in den Diskurs gehen und mit den Vereinen nach Kompromissen suchen und die Vereine und die Ehrenamtlichen nicht weiter ignorieren.