Streit um die Lerchenhoftrasse: Gegner und Befürworter interpretieren VGH-Urteil

Über die Lerchenhoftrasse im Landkreis Kronach wird seit Jahren gestritten. Dabei geht es um den Neubau der B303 und die Anbindung an die B 173 zwischen Johannisthal und Küps. Aktuell hat der Verwaltungsgerichtshof die Variante, die die Regierung von Oberfranken favorisiert, kassiert. Der Bund Naturschutz, der zusammen mit einer Bürgerinitiative gegen die aktuell geplante Trasse geklagt hatte, feiert das Urteil als Teilerfolg. Bei der Regierung von Oberfranken interpretiert man die 100 Seiten Urteilsbegründung anders.

Wie Pressesprecher Steiner auf Anfrage von Radio Plassenburg erklärte, seien dem VGH die Abwägungen unter den sechs ursprünglich diskutierten Trassenvarianten nicht fein genug, man könnte aber nachbessern.

Der Bund Naturschutz als Kläger warnt genau davor, die Nachbesserung würde wieder scheitern.

Der Bund Naturschutz hat zum Neubau der B303 und der Anbindung an die B173 bei Küps eigene, wie er meint, umweltfreundlichere Varianten ins Spiel gebracht. Die Regierung von Oberfranken betont heute in einer Stellungnahme zu dem Urteil, die Vorschläge des BN  seien nicht relevant,  der VGH fordere nicht, die jetzt zu prüfen.