Streit um neues Industriegebiet: Bund Naturschutz sieht sich von Straßenbauamt bestätigt

In Himmelkron gibt’s Streit um ein geplantes neues Gewerbegebiet an der B 303, 24 Hektar groß. Eine Bürgerinitiative und der Bund Naturschutz wollen das Gewerbegebiet verhindern und den Gemeinderat zum Umdenken bringen. Ihr Argument, das riesige neue Industriegebiet brauche es nicht, Himmelkron habe genügend Fläche für Gewerbe ausgewiesen.

Jetzt wird der Ton rauer. In einem offenen Brief wirft der Bund Naturschutz Himmelkrons Bürgermeister Schneider vor, die Unwahrheit gesagt zu haben.

Schneider habe bei einer Bürgerversammlung erklärt, das neue Gewerbegebiet müsse deshalb so groß geplant werden, weil das die Vorgabe der Straßenbaubehörde sei, wegen der Anbindung.
Tom Konopka, der Regionalbeauftragte des BN für Ober- und Mittelfranken hat beim Staatlichen Bauamt Bayreuth nachgefragt und von dessen Leiter, Kurt Schnabel, die Antwort erhalten, dass es eine solche Vorgabe nicht gebe.
Nachdem nun einer der Hauptgründe für die anvisierte Größe des neuen Himmelkroner Industriegebiets entfalle, dringt der BN drauf, dass der Bürgermeister seine Behauptung zurücknimmt.

Wilhelmine Denk, BN-Ortsvorsitzende in Himmelkron zeigt sich in einer Pressemitteilung überrascht, dass der Bürgermeister so klar wahrheitswidrig agiert hat. Die Bürgerinitiative gegen das neue Gewerbegebiet hat für kommenden Dienstag eine Informationsveranstaltung geplant.