Streit um Pferdeäpfel eskaliert: Kulmbacher Rentnerpaar muss Strafe zahlen

Ein blödsinniger Streit aus dem Kulmbacher Land – das hat sogar der Richter gesagt – ist jetzt in dritter Instanz vor dem Bayreuther Landgericht entschieden worden. Das berichtet die Bayerische Rundschau heute.
Stein des Anstoßes sind Pferdeäpfel, die ein Retnerpaar aus einem Dorf im Landkreis oft vor seiner Tür hatte, wenn die neuen Nachbarn mit ihren Pferden vorbeigeritten kamen.

Die beiden 61 und 66 Jahre alten Rentner waren so sauer über die Sauerei, dass sie an einem Tag im Sommer vor zwei Jahren Lärm gemacht haben, als die Nachbarsfrau und ihre Tochter vorbeigeritten kamen.
Eine dumme Idee, wie das Ehepaar in inzwischen dirtter Instanz zugegeben hat. Denn die Pferde zu erschrecken war äußerst gefährlich für die beiden Reiterinnen. Entsprechend gab’s einen Strafbefehl wegen eines versuchten gefährlichen Eingriffs in den Straßenverker . 1.100 Euro Strafe war dem Rentnerpaar zu viel und es legte Widerspruch ein. Das Kulmbacher Amtsgericht erhöhte die Strafe auf knapp 1.800 Euro. Das Ehepaar ging in die nächste Instanz. Am Landgericht Bayreuth gab’s gestern eine gehörige Kopfwäsche, immerhin, so Richter Kahler, wenn das achtjährige Mädchen vom Pferd gefallen wäre, hätte das böse ausgehen können. Das Gericht hat aber die Höhe des ersten Strafbefehls wieder eingesetzt – 1.100 Euro – und das Renterpaar hat sich auch noch entschuldigt.