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«Stunde der Wintervögel» ruft zum Vogelzählen auf

Hilpoltstein/Berlin (dpa) – Wie viele Vögel sind zurzeit in unseren Gärten und Parks unterwegs? Das sollen Bürgerinnen und Bürger von Donnerstag bis Sonntag (9. Januar) wieder bei der «Stunde der Wintervögel» beobachten. Der Landesbund für Vogelschutz (LBV) im bayerischen Hilpoltstein und der Naturschutzbund Deutschland (Nabu) in Berlin rufen in diesem Jahr bereits zum zwölften Mal zu der nach ihren Angaben größten wissenschaftlichen Mitmachaktion Deutschlands auf.

In dem Zeitraum sollen Interessierte eine Stunde lang die Vögel im Garten, am Balkon, vor dem Fenster oder im Park zählen und übers Internet, per App oder per Telefon melden. Am besten funktioniert das an Futterstellen. Dort könnte einiges los sein, denn für die nächsten Tage sind wieder winterliche Temperaturen angekündigt, wie LBV-Biologin Angela Nelson erläutert.

Spannend sei auch die Frage, ob sich dort neben den typischen Gartenvögeln wie Meise und Spatz auch wieder mehr Waldvögel wie Eichelhäher und Buchfink tummelten. «Ist das Nahrungsangebot in den Wäldern knapp, gibt es also nicht genügend Bucheckern, Eicheln oder andere Baumfrüchte, dann kommen Vögel auf Nahrungssuche häufig in unsere Gärten», sagt die Expertin.

Bei der «Stunde der Wintervögel» geht es den Naturschutzverbänden nicht um eine vollständige Erfassung aller Vögel. Die Aktion soll vielmehr wichtige Erkenntnisse über Veränderungen in der heimischen Vogelwelt bringen. Dafür werden die Daten über mehrere Jahre verglichen.

Im vergangenen Jahr hatten sich nach Nabu-Angaben mehr als 236 000 Menschen bundesweit beteiligt. Am häufigsten hatten sie Haussperlinge, Kohlmeisen und Feldsperlinge entdeckt.

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