Gefragtes Kampfgerät: Der Leopard-Panzer kommt unter anderem im Rahmen eines Nato-Gefechtsverband in Litauen zum Einsatz., © Alexander Welscher/dpa

«Super Please»: Ukraine bittet mit Scherz-Video um Panzer

Mit dem leicht abgewandelten Hit «Supergeil» bittet das ukrainische Militär um Leopard-Kampfpanzer aus Deutschland.

In den Videoclip von Künstler Friedrich Liechtenstein wurden Fotos der bereits gelieferten Flugabwehrwaffen Gepard und Iris-T geschnitten – tituliert als «Super Gepard» und «Super Iris». Damit habe man schon eine «Super Defense» (Super Verteidigung), heißt es.

Doch dann kommen Szenen von «Super Leopard» im Einsatz – verbunden mit einem «Super Please». Am Ende heißt es «Dankeschön Deutschland». Das Video wurde vom Verteidigungsministerium auf Twitter veröffentlicht.

Ukraine setzt auf humorvolle Memes – trotz Krieg

Die Bundesregierung lehnt die Lieferung von Kampfpanzern Leopard und Schützenpanzern Marder bislang ab mit dem Hinweis, dass auch kein anderer Partner der Ukraine so moderne westliche Panzer gebe. Das von Russland angegriffene Land hofft auf Panzer dieser Typen, um besetzte Gebiete leichter befreien zu können.

Um international Aufmerksamkeit und Hilfe zu finden, setzt die ukrainische Führung stark auf soziale Medien. Die Memes und Videoschnipsel sind trotz der ernsten Kriegslage oft humorvoll.

Selenska: Technologie im «Dienst des Terrors»

Ernste und eindringliche Worte findet in dieser Woche allerdings die Frau des ukrainischen Präsidenten. Olena Selenska wirft Russland vor, moderne Technologien für die Verbreitung von Terror einzusetzen.

«Russland nutzt solche Technologien – Drohnen, Internetspionage und Internetangriffe auf kritische Infrastrukturen – um Schrecken zu verbreiten», sagte Selenska auf der jährlichen Technologie-Konferenz Web Summit in der portugiesischen Hauptstadt Lissabon vor Tausenden Zuhörern. Sie bat die Teilnehmer, ihr Wissen und Können für die Unterstützung der Ukraine einzusetzen.

Zu Videos der Schäden, die die russischen Luftangriffe unter anderem mit Drohnen in der Ukraine angerichtet haben, sagte Selenska, in ihrem Land falle jeden Tag das Licht, der Strom und das Internet aus. «Russland stellt Technologie in den Dienst des Terrors», klagte sie.

Der Auftritt der Frau des ukrainischen Präsidenten bei der Konferenz war aus Sicherheitsgründen bis zuletzt geheim gehalten worden.