Aston Villa – Radio Plassenburg https://www.radio-plassenburg.de Mein Sender. Meine Hits. Thu, 21 May 2026 10:45:54 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.9.4 Schmerz und spannende Fragen: Wie geht’s in Freiburg weiter? https://www.radio-plassenburg.de/schmerz-und-spannende-fragen-wie-gehts-in-freiburg-weiter-11489766/ Thu, 21 May 2026 10:39:40 +0000 urn:newsml:dpa.com:20090101:260521-930-108931 Die Tränen des SC Freiburg waren nach der Bauchlandung am Bosporus wieder getrocknet. Auch der vom 0:3 im Europa-League-Finale gegen Aston Villa schwer mitgenommene Trainer Julian Schuster konnte wieder lächeln. Bei einer Party im Istanbuler Club Oligark feierte der SC-Tross bis in die Morgenstunden seine märchenhafte Europa-Reise. Aber auch der Schmerz über deren Ende und den chancenlosen Auftritt im wichtigsten Spiel der Vereinsgeschichte begleitete den Fußball-Bundesligisten zurück in die Heimat.

«Es braucht ein bisschen, bis es vom Kopf im Herzen ankommt, dass es eine ganz außergewöhnliche Saison war. Das war es ohne Zweifel», sagte Sportvorstand Jochen Saier. Auch Bundestrainer Julian Nagelsmann und die Deutsche Fußball-Liga gratulierten zu einer «herausragenden» Europapokal-Saison, auch wenn der erste bedeutsame Titel des SC weiter warten muss.

«Es ist sehr bitter», bilanzierte Abwehrchef Matthias Ginter. «Es wäre das i-Tüpfelchen» gewesen. Erst mit Abstand könne man wahrscheinlich stolz sein.

Spannende Personalfragen

Dass die Freiburger um die Kaderplaner Saier und Klemens Hartenbach bei ihrer Party zwischenzeitlich unter Schirme oder in den überdachten Teil der Location fliehen mussten, um nicht im zu Regen zu stehen, passte sinnbildlich zum Endspiel. Nicht aber zum Erfolgsweg des Sport-Clubs, bei dem nun allerdings wieder spannende Fragen aufkommen.

Verlassen Leistungsträger wie Torhüter Noah Atubolu und Mittelfeldspieler Johan Manzambi den Bundesliga-Siebten? Wie wirkt sich die Conference-League- statt Champions-League-Teilnahme auf Vertragsverhandlungen aus? Es gehört zu Freiburg dazu, dass sich Protagonisten verabschieden. Trotz des größten internationalen Erfolgs der Clubhistorie dürfte jetzt das Geschick der Bosse einmal mehr gefragt sein, Schlüsselpositionen neu zu besetzen.

Atubolu-Entscheidung rückt näher

Offenbar stehen die Entscheidungen auf der Torhüter-Position kurz bevor. Ein Abgang von Atubolu wird womöglich schnell vollzogen. Als Ersatz sollen sich die Südbadener bereits mit U21-Nationaltorwart Mio Backhaus vom SV Werder Bremen geeinigt haben. Wie die «Bild» berichtete, soll der 21-Jährige für eine Sockelablöse von 15 Millionen Euro von der Weser an die Dreisam umziehen.

Und sich Atubolu demnach für eine größere Aufgabe entschieden haben? Schuster schob die Frage kurz nach dem Finale erst einmal beiseite. «Das ist jetzt völlig der falsche Moment, darüber zu sprechen», stellte der Coach klar. 

«Was ich sagen kann, ist, dass Atu eine sensationelle Saison gespielt hat, den nächsten Schritt getan hat. Und wir werden in den nächsten Tagen die Zeit haben, über die Zukunft zu sprechen.» Für die kommenden Tage soll bereits eine offizielle Bestätigung des Transfers von Backhaus zu erwarten sein. 

Conference League nur ein kleines Trostpflaster

Auch ein Abgang von Senkrechtstarter Manzambi wäre keine Überraschung mehr. Der Schweizer Nationalspieler kann in den kommenden Wochen bei der anstehenden WM in den USA, Kanada und Mexiko weiter reichlich Eigenwerbung betreiben. Dass er mit dem SC nun in der nächsten Saison in der Conference League spielen würde, statt mit Europas Club-Elite in der Champions League mitzumischen, könnte Wechselabsichten beschleunigen. 

Wie in der vergangenen Saison als Bundesliga-Fünfter verpassten die Breisgauer die Königsklasse nur um einen Sieg. Zunächst muss der Sport-Club die Playoffs überstehen, um in der Conference League angreifen zu können.

Istanbul wieder ein Ziel

Doch dann dürften die Auftritte im drittklassigen internationalen Wettbewerb abseits des großen Rampenlichts nur ein schwacher Trost sein. Nicht nur der finanzielle, sondern auch der sportliche Anreiz ist deutlich geringer. Auf den SC warten nicht mögliche Duelle mit Weltstars vom FC Barcelona, vom FC Arsenal oder von Paris Saint-Germain, sondern weit weniger bekannte Gegner.

«Es ist erstaunlich und nicht hoch genug anzurechnen, dass wir den siebten Platz geschafft haben», stellte Schuster dennoch klar. Es sei gleich wieder «die nächste Chance und die nächste Aussicht» und eine «große Motivation». Die Trophäe der Conference League wird 2027 in Istanbul vergeben. Für den Sport-Club kann dies ein Anreiz sein, sich wieder einen Trip an den Bosporus zum Ziel zu setzen. «Wenn die Tränen getrocknet sind», wie Schuster meinte.

Quelle: dpa

 

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«König der Europa League»: Pressestimmen zu Freiburg – Villa https://www.radio-plassenburg.de/koenig-der-europa-league-pressestimmen-zu-freiburg-villa-11488611/ Wed, 20 May 2026 22:10:16 +0000 urn:newsml:dpa.com:20090101:260520-930-108338 Ein starkes Aston Villa hat den Europapokal-Traum des SC Freiburg jäh platzen lassen. Das 3:0 für den englischen Fußball-Erstligisten im Endspiel der Europa League wird vor allem von der heimischen Presse euphorisch aufgenommen. Und auch Prinz William spielt dabei eine prominente Rolle.

Großbritannien

«The Guardian»: «Tielemans läutet die Party ein, als Aston Villa Freiburg im Europa-League-Finale deklassiert.»

«The Sun»: «Emery gewinnt die fünfte Europa League, Prinz William jubelt über die Traumtore von Buendia und Tielemans.»

«Daily Mail»: «Königliche Zustimmung! Ein überglücklicher Prinz William weint Freudentränen, nachdem er sein geliebtes Aston Villa das Europa-League-Finale in Istanbul gewinnen sah, um die 30-jährige Durststrecke ohne Titel zu beenden – den letzten Pokal gewannen sie, als er 13 Jahre alt war!»

Frankreich

«L’Équipe»: «Aston Villa deklassiert Freiburg und beschert Unai Emery seinen fünften Europa-League-Titel. Die Aufgabe war zu groß, viel zu groß für Freiburg.»

«Le Parisien»: «Birmingham machte noch vor der Halbzeitpause den Unterschied und sicherte sich damit den ersten großen europäischen Titel seit dem Landesmeister-Pokal 1982.»

Spanien

«Mundo Deportivo»: «Unai Emery hat es wieder geschafft! Der baskische Trainer, ein Europa-League-König, führte Aston Villa nach 30 Jahren zum ersten Titelgewinn, nachdem er Freiburg mit atemberaubenden Toren von Tielemans, Buendía und Rogers deklassiert hatte.»

«AS»: «Eines Tages wird der Fußball Emery als einen der größten Trainer Europas in Erinnerung behalten. Dieser glorreiche Sport, dieses Wunder, das auf der Straße erfunden wurde und schließlich in einem Labor landete – dem perfekten Ort, an dem Unai die Taktik zur Kunst erhoben hat.»

«Marca»: «Emery führt Aston Villa zu neuem Glanz und untermauert seinen Titel als König der Europa League.»

Italien

«Gazzetta dello Sport»: «Für den Trainer, der den Verein aus Birmingham wieder an die Weltspitze geführt hat, war es der fünfte Triumph in diesem Wettbewerb, nach drei Siegen mit Sevilla und einem mit Villarreal. Der Pokalkönig ist der Star einer Mannschaft, die ganz nach seinem Vorbild geformt ist und mit diesem Titel einen neuen Höhepunkt kontinuierlicher Entwicklung erreicht.» 

«La Repubblica»: «Aston Villa gewinnt die Europa League vor den Augen von Prinz William. Ein dramatisches Finale in Istanbul.»

Schweiz 

«Blick»: «“Mr. Europa League“ Unai Emery führt auch Aston Villa zum Titel. Im diesjährigen Europa-League-Final bezwingt Aston Villa den SC Freiburg klar mit 3:0. Während für die Freiburger damit der Traum vom ersten großen Titel platzt, schreibt Aston-Villa-Coach Unai Emery mit seinem fünften Europa-League-Triumph Geschichte.»

Österreich

«Kurier»: «Aston Villa gewinnt die Europa League, Freiburg ohne Chance.»

Quelle: dpa

 

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Trauer und Schmerz bei Schuster: Freiburgs Titeltraum platzt https://www.radio-plassenburg.de/freiburger-titeltraum-platzt-gegen-starkes-aston-villa-11488524/ Wed, 20 May 2026 21:22:55 +0000 urn:newsml:dpa.com:20090101:260520-930-108235 Prinz William beklatschte als Edelfan lächelnd Aston Villa, SC-Stürmer Igor Matanovic spuckte verbittert auf den Rasen des Besiktas Parks. Seine Mitspieler reihten sich ernüchtert vor den mitgereisten Anhängern auf, die erhoffte Krönung für den SC Freiburg ist nach einer außergewöhnlichen Europa-League-Reise ausgeblieben. 0:3 (0:2) unterlag der Fußball-Bundesligist dem übermächtigen Favoriten aus der Premier League. Phasenweise bekamen die Badener im Europa-League-Finale einen Klassenunterschied aufgezeigt.

«Für den Moment spüre ich keine Zufriedenheit. Wir haben ein Finale verloren. Das ist das, was für den Moment überwiegt und auch schmerzt», sagte SC-Trainer Julian Schuster bei RTL. In den ersten 40 Minuten sei das Spiel seiner Elf «in Ordnung» gewesen, dann aber habe sein Team durch Standards die Partie aus der Hand gegeben. Für die zweite Hälfte müsse er seinen Spielern «ein Kompliment» machen, aber «es hat leider nicht gereicht». Die Trauer überwiege.

Schlussphase der ersten Hälfte wird dem SC zum Verhängnis

Im größten Spiel der Vereinsgeschichte schockte ein Doppelschlag durch den Treffer von Youri Tielemans (41. Minute) und das Traumtor von Emiliano Buendia (45.+3) den SC. Die Badener hatten zuvor lange auf Augenhöhe agiert, in diesen entscheidenden Momenten in der Defensive den bei den Toren glänzendem Premier-League-Club aber zu viel Raum gelassen. Spätestens mit dem 0:3 von Morgan Rogers (58.) war die Partie entschieden.

Freiburg muss weiter auf den ersten bedeutsamen Titel warten

Die bemerkenswerte Saison im internationalen Wettbewerb endete damit ohne den erhofften ersten großen Titel für den Sport-Club. Dennoch wird die herausragende Europa-Reise als großer Erfolg in Erinnerung bleiben. 

«Es ist ein Spiel für die Geschichte für Freiburg», hatte Weltmeister-Coach und Stadion-Besucher Joachim Löw vor dem Anpfiff bei RTL gesagt. Das war es ohnehin, auch wenn Aston Villa für den letzten Schritt zu stark war. Denn nie zuvor waren die Breisgauer vor dieser Saison international über ein Achtelfinale hinausgekommen, diesmal aber bis ins Endspiel vorgeprescht.

Statt mit einem Triumph im Besiktas Park zum ersten Mal in die Champions League einzuziehen, müssen sich die Badener mit der Conference League begnügen. Die erneute Teilnahme am internationalen Wettbewerb hatte sich der SC mit Tabellenplatz sieben in der Bundesliga gesichert. 

Aston Villa triumphiert mit Europa-League-Spezialist als Coach

Vorerst letzter deutscher Europa-League-Champion bleibt Eintracht Frankfurt (2022). Villa-Coach Unai Emery wurde unterdessen seinem Ruf als Europa-League-Spezialist gerecht. Bereits zum fünften Mal gewann der Spanier nach den Titeln mit dem FC Sevilla (2014, 2015, 2016) und dem FC Villarreal (2021) diesen Wettbewerb.

Den vor dem Anpfiff gezeigten Optimismus konnten die Breisgauer nicht in die Tat umsetzen. «Es fühlt sich an, als wären wir bereit», sagte Sportvorstand Jochen Saier. «Es ist die Krönung eines längeren Weges.» 15.000 Zuschauer fieberten vergeblich beim Public Viewing auf der Freiburger Messe mit. Im Besiktas Park herrschte von Beginn an eine eindrucksvolle und teils ohrenbetäubende Atmosphäre.

Auch Nagelsmann schaut vor Ort zu

In der Anfangsphase wirkte die Schuster-Elf zwar ein wenig nervös und sah sich direkt dem Druck von Aston Villa ausgesetzt. Vor 37.324 Zuschauern, darunter auch Bundestrainer Julian Nagelsmann, trat das Team aus Birmingham reifer und abgezockter auf.

Im Kollektiv verteidigten die Südbadener aber anfangs kompakt und kamen besser in die Partie. Es fehlten jedoch die Mittel, um Torgefahr zu erzeugen. Die einzige gefährlichere Abschlusschance der ersten Hälfte hatte Nicolas Höfler nach einer Standardsituation, der Ball flog knapp am rechten Pfosten vorbei (17.). 

Dann aber erlaubte sich der Sport-Club in der Defensive Nachlässigkeiten, die Aston Villa nutzte. Nach einer zunächst kurz ausgeführten Ecke hatte kein Freiburger Tielemans im Blick, der mit einem Volleyschuss sehenswert vollendete. Und es kam für den SC noch schlimmer, Buendia traf per Schlenzer noch schöner.

Beim 0:3 konnte Philipp Lienhart Rogers nicht stoppen. Der Anhang ließ sich davon nicht beirren, hüpfte und schunkelte auf der Tribüne und feierte den SC trotzdem.

Quelle: dpa

 

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