Spanien – Radio Plassenburg https://www.radio-plassenburg.de Mein Sender. Meine Hits. Thu, 05 Nov 2026 10:25:43 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=7.1.4 Erst Klo, dann Siegtor: Karetsas mit kurioser BVB-Premiere https://www.radio-plassenburg.de/erst-klo-dann-siegtor-karetsas-mit-kurioser-bvb-premiere-11819322/ Thu, 05 Nov 2026 10:22:00 +0000 urn:newsml:dpa.com:20090101:261105-930-947410 Die Trophäe des «Man-of-the-Match» in den Händen und ein breites Grinsen im Gesicht: Konstantinos Karetsas wirkte nach dem Heimsieg des BVB in der Champions League gegen Betis Sevilla wie der glücklichste Mensch im großen Dortmunder Stadion. «Ich fühle mich großartig und bin unglaublich dankbar für diesen Moment», sagte der 18-Jährige.

Trotz all der Freude über seinen starken Auftritt und sein erstes Tor im Trikot von Borussia Dortmund zeigte sich der Offensivkünstler nach dem wichtigen Heimsieg bescheiden. «Spieler des Spiels war für mich aber Fábio Silva, denn er hat ein Tor und einen Assist gemacht», sagte Karetsas. Grund zur Bescheidenheit gab es für den Griechen vielleicht aber auch, weil es beinahe gar nicht zu seinem Einsatz gekommen wäre.

Karetsas: «Das habe ich genossen»

Nach der Oberschenkelverletzung von Serhou Guirassy Mitte der ersten Hälfte sollte der 18-Jährige früher als ursprünglich geplant eingewechselt werden. Das Problem: Zum Zeitpunkt von Guirassys Verletzung befand sich Karetsas gerade auf der Toilette. «Ich wollte ihn einwechseln und er war nicht da», berichtete ein schmunzelnder BVB-Trainer Niko Kovac und fügte hinzu. «Er hat Glück gehabt, dass er rechtzeitig kam.»

Dass die Einwechslung des dribbelstarken Offensivspielers dann doch noch vonstattenging, sollte sich für Kovac im Nachhinein auszahlen. Durch sein schnelles Dribbling und die enge Ballführung mit seinem linken Fuß stellte Karetsas die Defensive von Betis immer wieder vor Probleme. «Ich habe einfach versucht, mein Spiel zu spielen. Sie haben mir viel Raum gelassen, das habe ich genossen», sagte der Dortmunder Sommer-Neuzugang.

Lob von Book und Kovac

Durch das entscheidende Tor zum 2:1-Heimsieg setzte der 18-Jährige seinem Auftritt in der 72. Minute die Krone auf. Lob für den jungen Griechen gab es auch von Sportdirektor Ole Book. «Ich glaube, dass man heute schon von der ersten Situation gesehen hat, dass er sehr viel Spielfreude mitgebracht hat, dass er wieder frisch wirkte», sagte Book, der Karetsas im Sommer nach Dortmund gelotst hatte. «Ich glaube, da hat man wieder gesehen, dass er uns mit seiner Art sehr helfen kann.»

Nach drei Monaten in Dortmund blickt Karetsas auf einen wechselhaften Start im schwarz-gelben Dress zurück. In seinen elf Einsätzen ließ der Grieche immer wieder seine spielerische Qualität aufblitzen, mit seinem Zusammenbruch gegen Villarreal (3:2) im September und einer Sprunggelenksverletzung erlebte er aber auch schon einige Rückschläge.

«Wir haben ja alle schon immer mal wieder aufblitzen sehen, was er kann, welche Fähigkeiten er besitzt», sagte Kovac. «Er hat das richtig gut gemacht, deswegen bin ich froh – nach einer schwierigen Zeit für ihn, dass er so gut Fuß gefasst hat in dem heutigen Spiel.»

Heimspiel zum Abschluss der XXL-Wochen

Neben all der Euphorie über den starken Auftritt von Karetsas überwog in Dortmund die Erleichterung über den wichtigen Champions-League-Heimsieg. Mit dem dritten Sieg in der Ligaphase hielten die Dortmunder den Kontakt an die ersten acht Ränge in der Tabelle der Königsklasse. Die drei Punkte gegen die bis dahin makellosen Andalusier könnten sich als besonders wichtig erweisen, weil mit dem FC Arsenal, Inter Mailand und Aston Villa noch schwere Partien auf die Mannschaft von Trainer Kovac warten.

Bevor sich der Blick aber auf das nächste Königsklassen-Spiel beim FC Arsenal Ende November richtet, gibt es für den BVB mit der Länderspielpause endlich eine kleine Verschnaufpause. Noch vor der Pause empfängt der BVB am Samstag zum Abschluss der XXL-Wochen die SV Elversberg (15.30 Uhr/Sky) in der Bundesliga.

Nach dann neun Pflichtspielen in weniger als einem Monat könnten einige BVB-Akteure eine Verschnaufpause gebrauchen – auch wenn es für viele direkt mit den Nationalmannschaften weitergeht.

Quelle: dpa

 

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Dank Karetsas: Dortmund feiert dritten Sieg in Königsklasse https://www.radio-plassenburg.de/dank-karetsas-dortmund-feiert-dritten-sieg-in-koenigsklasse-11818041/ Wed, 04 Nov 2026 22:38:22 +0000 urn:newsml:dpa.com:20090101:261104-930-946880 Den Premieren-Treffer von Konstantinos Karetsas und den wichtigen Heimsieg gegen Real Betis Sevilla feierten die Profis von Borussia Dortmund hüpfend vor der Südtribüne. Der Fußball-Bundesligist gewann vor 81.365 Zuschauern im ausverkauften Dortmunder Stadion gegen den spanischen Club mit 2:1 (0:0). Der BVB steht nach vier Spieltagen nun mit neun Punkten gut da in der Liga-Phase der Champions League und ist in Reichweite zur direkten Teilnahme am Achtelfinale. 

«Ich fühle mich großartig», sagte Karetsas bei DAZN nach seiner Auszeichnung zum Spieler des Spiels und gab sich bescheiden: «Fabio Silva hätte die Auszeichnung als Man of the Match verdient, er hatte ein Tor und eine Vorlage.» 

Vor dem Siegtreffer des Griechen (72. Minute) – seinem ersten Pflichtspieltor im Trikot der Borussen – hatte sein Teamkollege die Dortmunder kurz nach der Pause in Führung gebracht (49.). Karetsas, der in der ersten Halbzeit schon nach 34. Minuten unerwartet für den angeschlagenen Serhou Guirassy eingewechselt wurde, ging relativ unvorbereitet in die Partie: «Ich bin vom Klo gekommen, ich habe nicht viele Anweisungen bekommen.»

Für die Gäste aus Spanien traf Aitor Ruibal (67.) zum zwischenzeitlichen Ausgleich, vorausgegangen war ein Ballverlust von Nationalspieler Waldemar Anton. «Das muss ich auf meine Kappe nehmen», sagte er. «Nichtsdestotrotz waren wir in den entscheidenden Phasen da.»

Besondere Begrüßung für Ex-Borusse Bartra

Bereits vor der Partie am Mittwochabend kam es in Dortmund zu einem emotionalen Wiedersehen. Marc Bartra, der im April 2017 beim Anschlag auf den Mannschaftsbus des BVB als einziger Spieler physisch verletzt wurde, kehrte mit Betis Sevilla in das Dortmunder Stadion zurück und wurde mit einem Schriftzug an der Stadionfassade begrüßt. 

BVB mit zwei frühen Chancen

Dortmunds Trainer Niko Kovac, der zuletzt gegen den FC Bayern mit einer Viererkette überrascht hatte, wechselte zurück zur bewährten Formation mit drei Innenverteidigern. Die Schwarz-Gelben starteten mit Offensivdrang in die Partie, über Julian Ryerson kam der Bundesligist früh zur ersten Gelegenheit. Der Norweger kam nach einer missglückten Klärungsaktion frei auf der rechten Seite zum Ball und brachte den Ball scharf in den Strafraum, wo Guirassy den Ball aus vollem Lauf knapp neben das Tor setzte (3.).

Goalgetter Guirassy verletzt raus 

Die Gäste aus Andalusien versuchten es auf der anderen Seite immer wieder, mit schnellen Tempogegenstößen gefährlich vor das Tor der Dortmunder zu kommen. Über die schnellen Troy Parrott und Antony fand Betis nach einer knappen viertel Stunde das erste Mal eine Lücke und traf mit der ersten Chance zur vermeintlichen Führung (14.). Das Tor von Antony wurde wegen einer Abseitsstellung aber wieder einkassiert.

Von dem Schock des vermeintlichen Gegentores angetrieben, erspielten sich die Dortmunder ihre bis dato größte Chance. Wieder brachte Ryerson den Ball von der rechten Außenbahn scharf vor das Tor der Spanier, aus kurzer Distanz scheiterte Daniel Svensson an einem starken Reflex von Torwart Alvaro Valles (21.). 

Karetsas sorgt für Wirbel

Nach dem Seitenwechsel belohnten sich die Dortmunder dann für ihre Torchancen. Zum wiederholten Male brachte Ryerson den Ball über die rechte Seite ins Zentrum, dort scheiterte Jobe Bellingham zunächst am starken Torwart Valles, im Nachschuss schob Silva den Ball aber aus kurzer Distanz zum 1:0 über die Linie. 

Mit der Führung im Rücken nahm die Dominanz der Dortmunder im Laufe der zweiten Halbzeit immer weiter zu. Aus dem Nichts kam es dann zum Ausgleich. Aitor Ruibal glich aus kurzer Distanz nach Vorlage von Abde aus. Die Antwort des BVB ließ nicht lange auf sich warten: Kartesas schlug an der Strafraumkante erst einen Haken und schloss flach zur erneuten Führung ab.

Quelle: dpa

 

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Como feiert 9:1-Rekordsieg – Dämpfer für Liverpool https://www.radio-plassenburg.de/daempfer-fuer-liverpool-valverde-rettet-real-11817840/ Wed, 04 Nov 2026 22:17:25 +0000 urn:newsml:dpa.com:20090101:261104-930-946605 Debütant Como 1907 hat für einen spektakulären Rekordsieg in der Champions League gesorgt. Die Italiener gewannen beim RC Lens mit 9:1 (3:0). Die bisherige Bestmarke für die 1992 reformierte Königsklasse hatten sich der FC Liverpool (2007 gegen Besiktas Istanbul) und Real Madrid (2015 gegen Malmö FF) mit 8:0-Siegen geteilt. Como, das vom Spanier Cesc Fabregas trainiert wird, hatte diese Saison bereits RB Leipzig und Manchester United jeweils mit 4:1 bezwungen und liegt auf Platz vier der Tabelle. 

Der griechische Stürmer Anastasios Douvikas eröffnete den Torreigen in der ersten Hälfte mit einem Doppelschlag und komplettierte seinen Dreierpack mit dem 6:0 in der 57. Minute. Auch der deutsche Verteidiger Marc-Oliver Kempf traf, Matteo Papaccioli setzte den Schlusspunkt (90.+2).

Liverpool kassiert Niederlage

Der FC Liverpool musste mit Nationalspieler Florian Wirtz eine herbe Enttäuschung einstecken. Die Reds verloren mit 2:3 (1:1) bei Fenerbahce Istanbul. Wirtz sorgte nach seiner Einwechslung für Wirbel, konnte den späten K.-o. aber nicht verhindern. Es ist der erste Punktverlust in der Königsklasse für Liverpool.

Der Tabellenfünfte der englischen Premier League war durch Trey Nyoni (25. Minute) und Alexander Isak (69.) zweimal in Führung gegangen, Mason Greenwood (29.) und Archie Brown (73.) glichen für Istanbul aus. Vedat Muriqi besorgte in der 79. Minute dann den ersten Dreier für die Hausherren.

Später Siegtreffer für Real

Rekordsieger Real Madrid konnte derweil einen Rückschlag in letzter Minute abwenden. Die Königlichen kamen mit dem deutschen Nationalspieler Antonio Rüdiger bei AEK Athen zu einem späten 3:2 (1:1) und bauten ihre Serie auf sieben Pflichtspielsiege aus. Federico Valverde rettete Real in der zweiten Minute der Nachspielzeit.

Arsenal sorgt für Negativ-Rekord

Der FC Arsenal kam zwei Wochen nach dem 2:2 bei Bayern München zu einem 2:1 (2:0) bei Slavia Prag und verhalf den Gastgebern damit zur Einstellung eines unrühmlichen Champions-League-Rekords. Prag wartet seit seinem ersten Auftritt 2007 in nun 23 Spielen auf einen Sieg in der Königsklasse, nur AEK Athen und der damals noch als Steaua Bukarest bekannte Club aus Rumänien erlitten ebenfalls derartig lange Durststrecken.

U21-Nationalspieler Nicolò Tresoldi führte unterdessen den FC Brügge zu einem 2:1 (1:0) bei der PSV Eindhoven. Der 22-Jährige, der für die A-Nationalmannschaft sowohl vom DFB als auch vom italienischen Verband umworben wird, sorgte mit einem Kopfballtreffer im Anschluss an eine Ecke für die frühe Führung der Gäste (25.). Es war bereits sein fünftes Tor in der laufenden Königsklassen-Saison, auch in der belgischen Liga traf er viermal in den vergangenen zwei Spielen. Kodai Sano glich kurz nach der Pause aus (54.), Carlos Forbs sorgte in der 65. Minute bereits für den Endstand.

Quelle: dpa

 

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Torwart Owono nach Tod von de Miguel tief erschüttert https://www.radio-plassenburg.de/grosse-gedenkfeier-fuer-gestorbenen-fussballer-jesus-de-miguel-2-11817243/ Wed, 04 Nov 2026 16:44:56 +0000 urn:newsml:dpa.com:20090101:261104-930-944651 Nach dem Tod des Fußballprofis Jesús de Miguel in Spanien hat Torwart Jesús Owono mit bewegenden Worten seine tiefe Betroffenheit über die tragischen Folgen seines Zusammenpralls mit dem Gegenspieler zum Ausdruck gebracht. «Das sind die schwersten Tage meines Lebens», erklärte der 25 Jahre alte Schlussmann des FC Andorra in einem von seinem Verein auf der Nachrichtenplattform X veröffentlichten Kommuniqué.

Owono war am Montag in der Nachspielzeit des spanischen Zweitliga-Spiels beim CD Teneriffa mit dem 30 Jahre alten Stürmer zusammengestoßen. De Miguel erlitt dabei Kopfverletzungen und einen Herzstillstand und starb am Dienstagmorgen in einem Krankenhaus der Kanaren-Insel.

Owono: Kann im Moment an nichts anderes denken als an Jesús

«Es fällt mir schwer, Worte zu finden, und es ist für mich sehr schwierig, das Geschehene überhaupt zu begreifen. Der Verlust von Jesús schmerzt mich unendlich», schrieb Owono. Seine Gedanken seien bei de Miguel, dessen Familie und allen Menschen, die ihn geliebt hätten.

Er sei sich darüber im Klaren, so der Nationaltorwart von Äquatorialguinea weiter, dass es noch viele Fragen zu klären gebe. Er werde sich allem, was auf ihn zukommt, «mit größtem Respekt stellen». «Aber im Moment kann ich offen gesagt an nichts anderes denken als an Jesús und den Schmerz, den wir alle erleben. Ruhe in Frieden, Jesús», heißt es in der Erklärung.

Quelle: dpa

 

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Gedenkfeier für gestorbenen de Miguel – Torwart äußert sich https://www.radio-plassenburg.de/grosse-gedenkfeier-fuer-gestorbenen-fussballer-jesus-de-miguel-11816649/ Wed, 04 Nov 2026 17:18:56 +0000 urn:newsml:dpa.com:20090101:261104-930-942663 Nach dem tragischen Tod des spanischen Fußball-Profis Jesús de Miguel hat sich der am folgenschweren Zusammenstoß beteiligte Torwart Jesús Owono mit bewegenden Worten erstmals öffentlich geäußert. «Das sind die schwersten Tage meines Lebens», erklärte der 25-Jährige in einer Mitteilung seines Vereins FC Andorra. «Es fällt mir schwer, Worte zu finden, und es ist für mich sehr schwierig, das Geschehene überhaupt zu begreifen.» Seine Gedanken seien bei de Miguel, dessen Familie und allen Menschen, die ihn geliebt hätten. Er sei sich darüber im Klaren, dass es noch viele Fragen zu klären gebe.

Der 30 Jahre alte de Miguel vom CD Teneriffa hatte am Montag nach einer ungestümen Attacke des gegnerischen Torwarts in der Nachspielzeit des Liga-Heimspiels gegen den FC Andorra schwere Verletzungen und einen Herzstillstand erlitten. Am Dienstagmorgen starb er im Krankenhaus.

Gedenkfeier am Samstag im Stadion geplant

De Miguel wird laut spanischen Medienberichten am Donnerstag beerdigt. Die Beisetzung findet nach der Überführung des Leichnams auf Wunsch der Familie in Navahermosa, der Heimatgemeinde der Familie in der Provinz Toledo, statt, wie unter anderem der größte spanische Radiosender Cadena SR berichtete.

In dem kleinen Ort knapp 130 Kilometer südwestlich von Madrid werden auch seine Teamkollegen, der Trainerstab und die Clubführung des Zweitligisten CD Teneriffa von ihm Abschied nehmen. De Miguels Familie bedankte sich für die vielen Beileidsbekundungen, bat aber laut Verein «von Herzen darum, ihre Privatsphäre in dieser schrecklichen Zeit uneingeschränkt zu respektieren».

Am Samstag will sich Teneriffa im heimischen Heliodoro-Rodríguez-López-Stadion mit einer Gedenkfeier von de Miguel, der seine Partnerin María und die im Juni 2025 geborene Tochter Carla hinterlässt, verabschieden. Zu der Messe sind ab 18.00 Uhr alle Anhänger des Vereins eingeladen.

«Es ist der schlimmste Tag meines Lebens», sagte Mehrheitsaktionär Rayco Garcia spanischen Medien. «Wir leiden sehr, sehr, sehr. Das sind Dinge, die man kaum begreifen kann, so sehr man es auch versucht.» Teneriffa rief eine sechstägige Trauerzeit aus und stellte alle Aktivitäten seiner Männer-, Frauen- und Jugendteams für die kommenden Tage ein.

Ermittlungen gegen Owono

Gegen Owono nahm die Mordkommission der spanischen Polizei Ermittlungen auf, der Nachrichtenagentur AP zufolge wegen möglichen fahrlässigen Totschlags. Laut spanischen Medien geht aber Teneriffas Oberstaatsanwalt José Luis Sánchez-Jáuregui davon aus, dass ein Strafverfahren wegen des Spielgeschehens sehr unwahrscheinlich ist. Abzuwarten bleibt, ob de Miguels Familie eine Anzeige erstattet und zivilrechtlich klagt. Owono droht aber auf jeden Fall eine lange Sperre durch den spanischen Fußballverband RFEF.

Am Dienstag hatten sich Hunderte Fans vor der Klinik zusammengefunden, Kerzen angezündet und Blumen niedergelegt. Die Spieler versammelten sich mit Fans vor dem Stadiontor 9, der Rückennummer des Verstorbenen, um zu trauern. Auch Stars wie Cristiano Ronaldo, Lionel Messi und Spaniens Tennis-Ikone Rafael Nadal bekundeten in den sozialen Medien ihre Anteilnahme.

Derweil nahm Andorras Lautaro Spatz seinen Teamkollegen Owono in Schutz. Dieser hatte am Dienstag seinen Instagram-Account deaktiviert, nachdem er massiv beschimpft worden war, unter anderem als Mörder. «Ihn hat das Geschehene zutiefst getroffen. Wer ihn kennt, weiß, was für ein Mensch er ist, wie sehr er in diesem Moment leidet, und dass er niemals absichtlich jemandem wehtun würde», schrieb Spatz in einer Instagram-Story.

Auf Teneriffa war de Miguel Stütze des Teams und Liebling der Fans

De Miguel hatte sich seinen Weg in den Profifußball über mehrere unterklassige spanische Vereine erarbeitet. Im Sommer 2025 wechselte er nach Teneriffa. Mit elf Toren trug er maßgeblich zum Zweitliga-Aufstieg bei.

Quelle: dpa

 

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Wie traurig ist Panama: Schriftsteller Janosch ist tot https://www.radio-plassenburg.de/schriftsteller-und-kuenstler-janosch-ist-tot-11816418/ Wed, 04 Nov 2026 09:48:52 +0000 urn:newsml:dpa.com:20090101:261104-930-942163 Was wohl Tiger und Bär getan hätten? Sie hätten Janosch bis zuletzt liebevoll umsorgt, ihm Bouillon mit Mohrrüben aus dem Garten gekocht und zum Nachtisch frisch gepflückte Waldbeeren ans Bett gebracht. Und nach seinem Tode hätten sie geweint, verzweifelt erst, um sich später mit Geschichten und Erinnerungen zu trösten. Nun ist es so weit: Am Dienstag ist der Schriftsteller und Maler mit dem Künstlernamen Janosch im Alter von 95 Jahren auf Teneriffa gestorben, wie sein Tübinger Verleger Bernhard Feil im Auftrag der Frau des Künstlers der dpa mitteilte.

Kinder und Erwachsene lieben die mutigen, fröhlichen Werke des Künstlers, der einige Jahre auch am Ammersee im Süden Münchens lebte. Mehr als 150 Bücher verfasste er, teilweise ist von rund 300 Werken die Rede. Sie wurden in rund 40 Sprachen übersetzt, die Gesamtauflage geht in die Millionen. 

Mühsamer Weg zum Ruhm

Dabei waren die Anfänge mühsam für den Schriftsteller und Illustrator, der eigentlich Horst Eckert hieß. Die Kunstakademie in München nahm ihn nicht auf. Und sein erstes Werk «Die Geschichte vom Pferd Valek» war kein Erfolg. Doch er machte unbeirrt weiter und schuf Bücher wie «Hannes Strohkopp und der unsichtbare Indianer» oder «Lari Fari Mogelzahn». Für Erwachsene verfasste er Theaterstücke und Romane und bebilderte pikante Geschichten des französischen Adligen Marquis de Sade.

Lukrativer Markenrummel

Janoschs Durchbruch kam 1978 mit dem Kinderbuch «Oh wie schön ist Panama». Tiger, Bär und Tigerente wurden zu Stars und zierten bald Produkte wie Schnuller, Socken, Brotzeitboxen oder Fahrräder. Die Sachen verkauften sich bestens und befeuerten den Absatz der Bücher. Die niedlichen Figuren hätten von Anfang an das Potenzial gehabt, Maskottchen zu werden und seien auch geschickt vermarktet worden, sagte die Bibliothekarin Christiane Raabe mal. «Der Erfolg seiner Panama-Bücher ist ohne die damit verbundene Merchandisingmaschinerie nicht denkbar.»

Die Urheberrechte übernahm die Janosch Film & Medien AG. Ein einträglicher Rummel um Lizenzrechte und Vermarktung, doch der Erfolgsautor machte sich rar. «Ich habe nichts damit zu tun, ich sehe das auch nicht, ist zu weit weg. Das ist eine andere Baustelle», sagte Janosch.

Das Paradies um die Ecke

Doch Janoschs Erfolg lässt sich nicht nur mit einer geschickten Vermarktung erklären. Die Sprache seiner Kindergeschichten ist kräftig und geradeheraus. Seine fantasievollen Illustrationen und Geschichten sind skurrile Charakterstudien, die das Verschrobene und gleichzeitig Liebenswerte der Figuren aufzeigen. 

Die Welt von Tiger und Bär ist fröhlich, friedlich, durchzogen von leiser Wehmut. Das Paradies liegt in Panama, duftet nach Bananen und die Freunde wollen es finden. Am Ende ihrer Reise stellen sie fest, dass das Glück stets in ihrem Häuschen am Fluss war. «Jeder lebte schon immer im Paradies, hat es nur nicht gewusst», kommentierte der Autor mal. 

Suff und Prügel

Im Kontrast dazu die Werke für Erwachsene, die Einblicke in die harte Kindheit des Autors geben, der 1931 geboren wurde im oberschlesischen Zabrze im heutigen Polen. In «Cholonek oder der liebe Gott aus Lehm» schildert er den Alltag in der grauen Bergarbeitersiedlung, schonungslos aber auch wehmütig. 

Der Vater soff bis zum Exzess, verstieg sich im Größenwahn und projizierte aberwitzige Träume auf seinen Sohn. Und er tobte, wenn dieser die Hoffnungen nicht erfüllte. Auch die Mutter ließ ihren Frust an dem kleinen Horst aus und prügelte ihn – oder putzte ihn so fein heraus, dass er zum Gespött der Schule wurde. Eine überaus strenge katholische Erziehung schürte Ängste vor Sünde und Fegefeuer, dazu später die «Quälerei» in der Hitlerjugend.

Lieber Chaos als «totale Zerstörung»

«Die ersten Jahre meines Lebens waren die totale Zerstörung meiner Person», sagte Janosch mal der «Süddeutschen Zeitung». 1946 dann ein Neubeginn: in den Wirren der Nachkriegszeit zog die Familie nach Oldenburg. «Meine eigene Stimmung war Abenteuerlust. Mir hat die chaotische Zeit sehr gut gefallen, alles war besser, als katholisch im Nazi-Deutschland mit einem besoffenen Vater zu leben», zitiert ihn Angela Bajorek in ihrer Biografie «Wer fast nichts braucht, hat alles».

Janoschs Kinderbücher sind ein Gegenentwurf zur eigenen Vergangenheit, die der Künstler später zu verdrängen suchte, indem er sich mit Alkohol betäubte. Sein eigenes Paradies schuf er auf Papier. Bunt und naiv, mit skurrilen Wesen, die füreinander einstehen und sich gegen Unrecht und Obrigkeiten wehren.

Vom Engel «zu den Sternen getragen» 

Trotzdem sind seine Figuren keine Tugendbolde. In der Weihnachtsgeschichte «Der alte Mann und der Bär» etwa gehen fromme Kirchgänger achtlos an den Bedürftigen vorbei. Es bräuchte nicht viel, um jemanden glücklich zu machen, ist Janosch überzeugt. Seine Figuren schwelgen in simplen Genüssen: Waldbeerenkompott mit Honig, Springforelle mit Mandelkernsoße oder selbst gesammelten Pilzen.

Erst Himmelfahrt, dann Sintflut

Sein privates Paradies fand Janosch vor Jahrzehnten auf Teneriffa, wo er mit seiner Frau Ines lebte. Sein Lieblingsplatz: «Immer Hängematte», vertraute er seiner Biografin an. Dort lebte er ein einfaches Leben, wie er der Deutschen Presse-Agentur zu seinem 85. Geburtstag am 11. März 2016 erzählte, «mit Essen, und ich trinke diesen Wein. Und ich pflanze im Garten Kartoffeln zum Beispiel.» Sein größter Wunsch damals: «Dass ich hier ewig so sitzen kann und die Sintflut erst kommt, wenn ich ganz weg bin. Also NACH meiner Himmelfahrt.»

Quelle: dpa

 

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Spanierin Cristina Fernández Cubas erhält Cervantes-Preis https://www.radio-plassenburg.de/spanierin-cristina-fernandez-cubas-erhaelt-cervantes-preis-11815950/ Wed, 04 Nov 2026 05:50:07 +0000 urn:newsml:dpa.com:20090101:261104-930-941145 Die spanische Schriftstellerin und Journalistin Cristina Fernández Cubas erhält den diesjährigen Cervantes-Preis, die bedeutendste literarische Auszeichnung der spanischsprachigen Welt. Die 81 Jahre alte Autorin werde für ihr erzählerisches Werk geehrt, mit dem sie «die zeitgenössische Kurzgeschichte erneuert und die fantastische Literatur auf Spanisch entscheidend geprägt hat», teilte das Kulturministerium in Madrid mit.

Fernández Cubas wurde 1945 in Arenys de Mar bei Barcelona geboren. Sie studierte Jura und Journalismus und arbeitete zunächst als Journalistin. Sie ist vor allem für ihre Erzählungen bekannt, machte sich aber auch als Roman-Autorin einen Namen. Ihre beiden Werke «El año de gracia» (1985, «Das geschenkte Jahr») und «El columpio» (1995, «Die Schaukel») wurden ins Deutsche übersetzt. Neben anderen Auszeichnungen erhielt Fernández Cubas 2023 auch den renommierten Nationalen Preis für spanische Literatur.

Die nach dem «Don Quijote»-Autor Miguel de Cervantes benannte Auszeichnung wird seit 1976 alljährlich verliehen. Der Cervantes-Preis ist mit 125.000 Euro dotiert. Er wird traditionell am 23. April, dem Welttag des Buches und Todestag von Miguel de Cervantes, überreicht. Die Zeremonie findet 2027 im Festsaal der Universität Alcalá de Henares bei Madrid statt.

Quelle: dpa

 

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Neuers Rekordspiel nach Schmerzen am Fuß und Eisbad https://www.radio-plassenburg.de/neuers-rekordspiel-nach-schmerzen-am-fuss-und-eisbad-11815827/ Wed, 04 Nov 2026 04:47:04 +0000 urn:newsml:dpa.com:20090101:261104-930-940876 Manuel Neuer war nach seinem erfolgreichen Rekordspiel glücklich und stolz. Und der 40 Jahre alte Kapitän des FC Bayern München war froh, dass er gegen Atlético Madrid überhaupt im Tor stehen konnte. Denn ihn plagen weiterhin Schmerzen am Fuß, die auch seine Rückkehr nach drei verpassten Pflichtspielen beim 2:0 in Madrid lange gefährdeten.

«Es war keine leichte Situation für mich in den vergangenen Tagen und Wochen», sagte Neuer. Was machte es so schwer? «Die Schmerzen», antwortete der 40-Jährige bei Amazon Prime. «Ich habe jeden Tag Schmerzen beim Gehen gehabt. Auch heute Morgen nach dem Aufstehen», erzählte er am späten Abend nach dem Spiel. Auf der Dachterrasse des Teamhotels sei er «bei 14 Grad Wassertemperatur» im Pool gewesen. Das Kühlen half dem Fuß.

Müller und Messi überholt

Mit seinem 164. Einsatz stieg er zum deutschen Rekordspieler in der Champions League auf. Thomas Müller und Lionel Messi hat er überholt (je 163). «Das ist etwas ganz Besonderes für mich», sagte er in der Mixed Zone den Reportern. «Ich musste darauf lange warten bei meinen Verletzungen in der Karriere.»

Nur Cristiano Ronaldo (183) und Iker Casillas (177) stehen jetzt noch vor ihm. Einholen wird sie Neuer wohl nicht mehr. Er absolviert ziemlich sicher seine letzte Saison. Aber ein großes Ziel hat er noch in Europas Königsklasse.

Neuers Traum: Rückkehr zum Finale

«Ich denke, wir würden gerne nochmal hierhin zurückkehren», sagte der zweimalige Champions-League-Gewinner (2013, 2020). Im Estadio Metropolitano findet am 5. Juni 2027 das Endspiel statt. Es könnte seine letzte Partie als Profi sein. Der Sieg bei Atlético sei «vielleicht ein gutes Omen».

Quelle: dpa

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Karls frecher Tor-Gruß und eine Meisterleistung der Bayern https://www.radio-plassenburg.de/karls-antwort-auf-dem-platz-freches-tor-und-blabla-geste-11815653/ Wed, 04 Nov 2026 10:54:57 +0000 urn:newsml:dpa.com:20090101:261104-930-940597 Sein schlitzohriges Tor reichte Lennart Karl anscheinend nicht als Antwort nach dem vielen Gerede über ihn in seiner ersten Leistungsdelle. Beim Jubel über den wichtigen Treffer, der die Meisterleistung des FC Bayern München beim 2:0 (0:0) in der Champions League gegen Atlético Madrid im Finalstadion eingeleitet hatte, hielt sich der 18-Jährige die Hände an die Ohren. 

Die Botschaft nach kritischen Äußerungen etwa von Vereinspatron Uli Hoeneß sollte wohl lauten: «Redet ihr nur!» Wobei alle Münchner Protagonisten auffällig darum bemüht waren, an diesem besonderen Fußballabend Karls Jubelgeste verbal irgendwie zu umschiffen. «Ich bin sehr nah. Aber ich habe keine Ahnung, was er da gemacht hat», sagte etwa Karl-Kumpel Tom Bischof schmunzelnd.

Wichtiger war ja auch die Aktion vor dem Jubel. Nach einer vergebenen Großchance in der ersten Hälfte luchste der Karl Atlético-Verteidiger Robin Le Normand im Strafraum listig den Ball ab und lupfte ihn über den Torwart hinweg ins Netz. Eine starke Aktion. Typisch Karl. Der Junge scheißt sich nichts auf dem Platz, wie man im Süden sagt. Er spielt Fußball ohne Angst, intuitiv. Und er provoziert dann halt auch mal beim Jubeln, wenn sich der Druck entlädt.

Viel ist über den Jung-Nationalspieler geredet worden. Nach dem Raketenstart in seiner ersten Profi-Saison mit der unglücklich durch eine Verletzung verpassten WM muss er nun erstmals mit Gegenwind umgehen. Ehrenpräsident Hoeneß empfahl dem Teenager mehr «Demut». Der emotionale Jubel von Madrid war das eher nicht. 

Der 74-jährige Hoeneß hatte sogar angekündigt, «ein ernstes Gespräch» mit Karl führen zu wollen. Auch Bayerns Sportvorstand Max Eberl sah Karl «in einem Loch» und riet zu mehr Konzentration auf den Fußball.

Ballack kontra Hoeneß und Eberl 

Karls Berater Michael Ballack missfielen diese Einlassungen aus dem Club – er verteidigte seinen Schützling. Karl werde «öffentlich zur Zielscheibe» gemacht. Auch Lothar Matthäus nahm ihn in Schutz, die Geste nach dem Tor gegen Atlético habe sicher keinen «bösartigen» Hintergrund, sagte er der «Bild». Viel Rauch um einen jungen Kerl, der immer noch erst 18 ist. Der auf Social Media unterwegs ist, auch mal schrille Outfits trägt. Und provokant jubelt. Zur Erinnerung: Bei seinem ersten Saisontor in Elversberg brachte er die heimischen Fans mit einer Schweigegeste gegen sich auf.

In Madrid gab es viel Lob. «Lennart Karl ist für uns ein wichtiger Spieler, das haben wir nie in Abrede gestellt», sagte Eberl. Er habe «fleißig mitgearbeitet und sich mit dem Tor belohnt». Und der Jubel? «Ich habe es ehrlicherweise gar nicht gesehen», sagte Eberl. Darum: keine öffentliche Bewertung. 

Co-Trainer Aaron Danks, der den sich erholenden Chefcoach Vincent Kompany weiter vertritt, hatte im Münchner Offensiv-Notstand auf Karl gesetzt, der zuletzt nur eine Nebenrolle innehatte. «Es gab in letzter Zeit viel Lärm um Lennart Karl», sagte der Engländer. «Als junger Spieler hat er, finde ich, großen Charakter und große mentale Stärke gezeigt. Seine Leistung war großartig, gekrönt mit einem wirklich guten Tor.» Was Danks auch noch über Karl anmerkte: «Er hat auch einen großen Glauben an sich selbst.»

Klare Worte von Neuer und Laimer

Im Team freuten sich alle für den jungen Kerl. «Lenny ist ein ganz wichtiger Bestandteil der Gruppe. Das hat er heute wieder unter Beweis gestellt», sagte Kapitän Manuel Neuer. Es gebe da für ihn «auch gar nichts zu thematisieren».

Der als «Man of the Match» ausgezeichnete Verteidiger Konrad Laimer, der das 2:0 erzielte, warb eindringlich für den jungen Kollegen. «Für den Jungen freut es mich. Er bleibt ruhig, er arbeitet hart – und heute hat er sich belohnt», sagte der Österreicher. «Er ist noch jung, er muss noch lernen. Er ist auf einem Superweg und wird noch eine große Karriere vor sich haben.»

Hummels kritisiert Karl-Jubel

Auch Weltmeister Mats Hummels griff Karls Jubelgeste auf. «Den sehen wir viel zu oft mittlerweile», mäkelte der Ex-Profi bei Amazon Prime. Kritik sei Teil des gut bezahlten Profigeschäfts, das müsse ein Spieler aushalten, belehrte er Karl. «Mein Sohn ist acht. In den Spielen von seiner Mannschaft sehe ich schon Kinder diesen Jubel machen, weil der so oft vorkommt mittlerweile.» Seinem Sohn verbiete er die Geste.

Im nächsten Karl-Wirbel sollte nicht untergehen, was die Bayern, angetrieben vom bärenstarken Verteidiger-Duo Laimer und Dayot Upamecano, gegen ein eingeschüchtertes Atlético vollbrachten. Eberl sprach von «einer Weltklasseleistung der Mannschaft», Kapitän Neuer schwärmte von einem «sehr dominanten Auftritt». 

«Wichtig, mal einen Big Player zu schlagen»

«Es war wichtig für uns, dass wir auch mal einen Big Player wie Atlético auswärts schlagen», sagte der ins Tor zurückgekehrte Neuer nach seinem 164. Königsklasseneinsatz, mit dem er Thomas Müller als deutscher Rekordspieler überholte. «Das ist was ganz Besonderes für mich», bekannte der 40-Jährige. 

«Was für ein Abend», frohlockte Bayern-Chef Jan-Christian Dreesen nach Mitternacht in seiner Bankettrede im Teamhotel. Der 59-Jährige richtete besondere Dankesworte an Danks: «Aaron, du hast den Job übernommen in einer schwierigen Zeit. Und ich bin sicher, Vincent hat das Spiel heute gesehen im Fernsehen. Und er wird sagen: „Du hast einen großartigen Job gemacht mit deinem Team.“»

Am 5. Juni würden die Bayern «gerne hierhin zurückkommen», sagte Rekordspieler Neuer noch, bevor er die Endspiel-Arena verließ. Aber bis dahin sei es «noch ein harter, steiniger Weg», so Neuer.

Quelle: dpa

 

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Schlitzohr Karl führt Bayern zum Sieg bei Atlético Madrid https://www.radio-plassenburg.de/schlitzohr-karl-fuehrt-bayern-zum-sieg-bei-atletico-madrid-11815281/ Tue, 03 Nov 2026 22:27:12 +0000 urn:newsml:dpa.com:20090101:261103-930-939948 Für Jungstar Lennart Karl gab’s nach dem Ausrufezeichen des FC Bayern Schulterklopfer und Umarmungen. Im Finalstadion der Champions League hat der 18-Jährige den Titelanwärter aus München gegen Atlético Madrid zu einem wichtigen und eindrucksvollen Vorrundensieg geführt.

Beim 2:0 (0:0) avancierte ausgerechnet Karl, dessen Form zuletzt fleißig diskutiert wurde, mit seinem erst zweiten Pflichtspieltreffer der Saison zum Matchwinner. Nach einem abgeblockten Schuss von Tom Bischof luchste er Atlético-Verteidiger Robin Le Normand den Ball im Strafraum ab und lupfte ihn in der 54. Minute über Torwart Jan Oblak hinweg ins Netz. Ein Schlitzohr-Tor!

Neuer lobt «totale Dominanz» der Bayern

Nach einem Lattentreffer des einmal mehr bärenstarken Innenverteidigers Dayot Upamecano (73.) sorgte der ebenfalls sehr auffällige Konrad Laimer mit einem wuchtigen Schuss unter die Latte für die Entscheidung (74.).

«Das war totale Dominanz von der ersten bis zur 93. Spielminute», sagte Kapitän Manuel Neuer bei Prime Video. «Wir sind mega happy.» Man habe nach den jüngsten personellen Rückschlägen gut zusammengestanden und alles für diesen Team-Erfolg gegeben, erklärte der Routinier. «Das war einmalig.»

 

Nach dem hochverdienten Auswärtserfolg sind die Bayern in der Königsklasse zur Halbzeit der Ligaphase nach zuletzt zwei Unentschieden mit acht Punkten wieder auf Achtelfinalkurs. Atlético agierte im Estadio Metropolitano, wo am 5. Juni 2027 das Endspiel ausgetragen wird, erstaunlich ehrfürchtig und brav.

Olise trotzt dem Schmerz 

Münchner Personalnot? Ja. Und trotzdem konnte Aaron Danks in Vertretung des weiter im Krankenstand weilenden Cheftrainers Vincent Kompany eine Top-Elf formieren – auch in der personell durch Verletzungen ausgedünnten Offensive. Michael Olise meldete sich nach einem Schlag aufs Knie einsatzbereit. «Bei ihm ging es nur um die Schmerzbehandlung», klärte Danks auf.

Olise bildete mit Karl und dem wieder links angreifenden Alphonso Davies hinter Mittelstürmer Harry Kane eine Linksfüßer-Reihe mit viel Tempo. Im Tor stand wieder Neuer nach der nächsten Spielpause wegen einer Sehnenreizung am Fuß. Sehr viel zu halten bekam der 40-Jährige nicht.

Sportvorstand Max Eberl hatte «Rocky-Qualitäten» à la Sylvester Stallone in dessen berühmten Boxer-Filmen beschworen: «Wir müssen einstecken.» Schließlich verlaufen Spiele gegen Atlético stets sehr körperbetont. Doch überhart ging es gar nicht zur Sache. In erster Linie attackierte Atlético Olise, dessen direkter Gegenspieler der Ex-Leverkusener Alejandro Grimaldo war.

Karl vergibt Großchance vor der Pause

Die Bayern waren größtenteils Chef im Ring. Sie hatten den Ball, sie liefen an auf den kompakten Atlético-Block. Es gab darin kaum Lücken – und doch fanden die Münchner immer mal wieder eine. Aber sie nutzten bis zum Tor von Karl ihre Chancen nicht. Die größte der ersten Hälfte vergab dabei der 18-Jährige nach einem Flügellauf von Verteidiger Dayot Upamecano. Nach Zuspiel von Kane schoss Karl im Strafraum über das Tor (23.). Was für eine Chance!

Kane verzog wenig später einmal volley (27.). Danach wurde ein Schuss des Engländers geblockt (34.). Auch Josip Stanisic zielte am Tor vorbei (36.). Atlético fand offensiv kaum statt, das Bayern-Tor geriet kaum in Gefahr.

Joshua Kimmich eröffnete die zweite Hälfte mit einem Distanzschuss, den Torwart Jan Oblak parierte. Atlético blieb im Reaktions-Modus. Auch nach Karls Führungstreffer kam keine wilde Antwort des spanischen Topclubs, der in der Champions League mit nur vier Punkten enttäuschend da steht. Als Laimer das 2:0 nachgelegt hatte, wurde es immer leiser im oft so lauten Stadion.

Ein drittes Münchner Tor durch Upamecano wurde wegen eines Foulspiels des Franzosen nicht gegeben (82.) – es wäre die Krönung seiner Leistung gewesen.

Quelle: dpa

 

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