Syrien – Radio Plassenburg https://www.radio-plassenburg.de Mein Sender. Meine Hits. Wed, 05 Aug 2026 08:35:17 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=7.0.2 Ermittlern gelingt Schlag gegen Schleuser https://www.radio-plassenburg.de/ermittlern-gelingt-schlag-gegen-schleuser-11641713/ Wed, 05 Aug 2026 08:33:15 +0000 urn:newsml:dpa.com:20090101:260805-930-485511 Bayerischen Staatsanwaltschaften und der Bundespolizei ist in Zusammenarbeit mit Europol ein bedeutender Schlag gegen die internationale, organisierte Schleusungskriminalität gelungen. Dabei wurden in Saarbrücken sowie in Serbien drei Haftbefehle vollstreckt. Sechs Gebäude wurden durchsucht. Die Aktion in Saarbrücken mit 240 Einsatzkräften hielt am Vormittag noch an, wie die Bundespolizei in München mitteilte. Die Ermittlungen richten sich unter anderem gegen einen syrischen Familienclan und laufen im Rahmen einer von Europol koordinierten Operational Task Force.

Lebensgefährliche Schleusungen über das Mittelmeer

Die Staatsanwaltschaft Traunstein und die Bundespolizei München werfen einer Gruppe mit Verbindungen zu einer libyschen Miliz vor, seit Oktober 2024 mindestens 125 meist syrische Migranten auf Booten von Libyen auf die italienische Mittelmeerinsel Lampedusa und damit in die Europäische Union geschleust zu haben. Die kriminelle Organisation erzielte dabei laut Ermittlungen einen Gewinn von mindestens 875.000 Euro. In diesem Zusammenhang wurde ein 26-jähriger Mann aus Syrien in Saarbrücken verhaftet. Der Mann war bereits seit Februar 2025 mehrfach bei Grenzkontrollen aufgefallen. 

Drahtzieher auf der Balkanroute gefasst

Ein weiterer Erfolg gelang der Staatsanwaltschaft Landshut: In Serbien wurde per internationalem Haftbefehl ein 31-jähriger Syrer festgenommen, der dem berüchtigten «Sarawi»-Schleuserclan angehören soll und von Europol als «High Value Target» eingestuft wird. Zeitgleich verhaftete eine serbische Sondereinheit in Belgrad im Auftrag der Staatsanwaltschaft Weiden einen 32-jährigen Syrer. Ihm wird die Beteiligung an 37 Schleusungsfällen zwischen Juni 2023 und Juni 2024 mit mindestens 625 transportierten Personen zur Last gelegt. Das Netzwerk forderte bis zu 10.000 Euro pro Person für Transporte über die Balkanroute nach Deutschland.

Erfolg durch das „Traunsteiner Modell“

Alle drei Verfahren werden nach dem 2018 eingeführten „Traunsteiner Modell“ geführt. Diese Spezialabteilungen für grenzüberschreitende Kriminalität arbeiten eng mit internationalen Ermittlern zusammen.

Quelle: dpa

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IS-Mitgliederliste führt Ermittler zu Verdächtigen in Bayern https://www.radio-plassenburg.de/is-mitgliederliste-fuehrt-ermittler-zu-verdaechtigen-in-bayern-11629236/ Wed, 29 Jul 2026 09:23:16 +0000 urn:newsml:dpa.com:20090101:260729-930-454250 In Bayern sind zwei Männer festgenommen worden, die vor einem Jahrzehnt als Kämpfer bei der Terrororganisation Islamischer Staat (IS) gewesen sein sollen. Ein 28-jähriger Iraker sei bereits am 23. Juli in Traunreut im Landkreis Traunstein gefasst worden, berichteten die Generalstaatsanwaltschaft München und das Bayerische Landeskriminalamt. Am Dienstag wurde dann in Weiden in der Oberpfalz den Angaben nach ein 46-jähriger Syrer festgenommen. Die zwei Männer befinden sich nun in Untersuchungshaft.

Einen unmittelbaren Zusammenhang zwischen den beiden Fällen gibt es demnach nicht. Die Ermittler kamen durch eine «IS-Mitgliederliste» sowie weitere Daten auf die Spur der Männer, die sich in Bayern befanden, wie es weiter hieß. Der Iraker soll zwischen Januar und September 2016 verschiedenen IS-Einheiten im Irak und in Syrien angehört haben. Der Syrer soll im Jahr 2016 ebenfalls bei Kampfeinheiten der Terrorgruppe sowie bei der IS-Polizei tätig gewesen sein.

Beide Beschuldigten sollen monatliche Zahlungen vom IS erhalten haben. Ihnen wird Mitgliedschaft in der Terrororganisation vorgeworfen. Das Strafgesetzbuch ermöglicht es, in Deutschland auch die Unterstützung von Terrorvereinigungen im Ausland zu verfolgen. Bis zu einer rechtskräftigen Verurteilung gilt für die Verdächtigen die Unschuldsvermutung.

Quelle: dpa

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Erstmals wieder ein UN-Generalsekretär zu Besuch in Syrien https://www.radio-plassenburg.de/erstmals-wieder-ein-un-generalsekretaer-zu-besuch-in-syrien-11621778/ Sat, 25 Jul 2026 14:54:19 +0000 urn:newsml:dpa.com:20090101:260725-930-436182 Zum ersten Mal seit mehr als 15 Jahren ist wieder ein UN-Generalsekretär zu Besuch in Syrien. Er sei zu einem «Solidaritätsbesuch» in Damaskus, schrieb António Guterres auf der Plattform X. Dort traf er sich mit dem Übergangspräsidenten Ahmed al-Scharaa und Außenminister Asaad al-Schaibani.

Guterres besuchte nach Angaben von Syriens staatliche Nachrichtenagentur Sana auch das für Folter und Mord berüchtigte Saidnaja-Militärgefängnis in der Nähe von Damaskus. Während der Herrschaft des inzwischen gestürzten Machthabers Baschar al-Assad waren dort laut Amnesty International Tausende Menschen bei Massenhinrichtungen getötet worden. Bei den Inhaftierten handelte es sich demnach vor allem um oppositionelle Zivilisten.

Geplant sind nach UN-Angaben auch Treffen zwischen Guterres und Vertretern der Zivilgesellschaft sowie Vertreterinnen von Frauenorganisationen. Auf dem Programm steht auch ein Treffen mit der UN-Beobachtermission auf den Golanhöhen (Undof) in Syrien. Die Blauhelme der Undof-Mission überwachen eine etwa 235 Quadratkilometer große Pufferzone zwischen Israel und Syrien.

UN spielen zentrale Rolle bei humanitärer Hilfe für Syrien

Mit Ban Ki Moon hatte zuletzt 2009 ein Generalsekretär der Vereinten Nationen Syrien besucht. Guterres selbst war zuletzt 2010 in dem Land, damals noch in der Rolle des UN-Flüchtlingshochkommissars. Guterres sagte bei einer Pressekonferenz: «Ich habe mich bewusst entschieden, seit Beginn der brutalen Unterdrückung des syrischen Volkes im Jahr 2011 bis zum Sturz des Regimes nicht nach Syrien zu reisen.»

Das Land war nach Beginn des Bürgerkriegs 2011 international weitgehend isoliert. Ende 2024 stürzte eine Rebellenallianz unter Führung der Islamistengruppe Haiat Tahrir al-Scham (HTS) die Regierung unter Assad. HTS-Kopf al-Scharaa führt das Land heute als Übergangspräsident. Seit dem Umsturz knüpft die Regierung wieder engere Kontakte zur internationalen Gemeinschaft. Zuletzt war mit Emmanuel Macron auch zum ersten Mal wieder ein EU-Staatschef in Syrien.

Die Vereinten Nationen spielen eine zentrale Rolle bei der humanitären Hilfe für die Menschen in Syrien. Noch immer sind dort nach UN-Angaben rund 15,6 Millionen Menschen auf Hilfe angewiesen. Millionen Menschen leiden demnach weiter unter akuter Ernährungsunsicherheit, zerstörter Infrastruktur, eingeschränktem Zugang zu grundlegenden Dienstleistungen sowie einer weit verbreiteten Belastung durch explosive Kampfmittel.

Quelle: dpa

 

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Urteil gegen 21-Jährigen nach Axt-Angriff in ICE https://www.radio-plassenburg.de/urteil-gegen-21-jaehrigen-nach-axt-angriff-in-ice-11610921/ Mon, 20 Jul 2026 10:50:22 +0000 urn:newsml:dpa.com:20090101:260720-930-411422 Weil er vor gut einem Jahr im Wahn mehrere Reisende in einem ICE in Niederbayern mit einer Axt angegriffen hat, ist für einen 21-Jährigen die Unterbringung in einer psychiatrischen Klinik angeordnet worden. Der Syrer ist aufgrund einer Erkrankung schuldunfähig, wie die Vorsitzende Richterin nach der Urteilsverkündung vor dem Landgericht Regensburg sagte. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.

Das Gericht legte dem 21-Jährigen unter anderem versuchten Totschlag und gefährliche Körperverletzung zur Last. Mit dem Urteil folgte das Gericht den Plädoyers von Staatsanwalt, Nebenklagevertreter und Verteidiger: Sie hatten übereinstimmend gefordert, dass der Beschuldigte in der Psychiatrie bleibt. 

Zwei Schwerverletzte

Nach Überzeugung des Gerichts attackierte der Mann am 3. Juli 2025 in dem Zug Fahrgäste mit einer Axt und einem Hammer. Der ICE kam bei Straßkirchen westlich von Deggendorf zum Stehen. Zwei Menschen erlitten schwere Verletzungen. Dass bei dem Angriff niemand zu Tode kam, sei schlichtweg Zufall gewesen, sagte die Vorsitzende Richterin.

Der Beschuldigte habe während seiner dreijährigen Flucht als unbegleiteter Minderjähriger eine Schizophrenie entwickelt. Er höre unter anderem Stimmen mit imperativem Charakter und habe sich zum Tatzeitpunkt selbst bedroht und in einer Notwehrsituation gefühlt, sagte die Vorsitzende Richterin unter Berufung auf die Sachverständige. Weil derzeit eine erhebliche Wiederholungsgefahr bestehe, bleibe der Mann in einer psychiatrischen Einrichtung.

Quelle: dpa

 

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Axtangriff im Wahn – 21-Jähriger muss in Psychiatrie bleiben https://www.radio-plassenburg.de/nach-axtangriff-in-ice-urteil-erwartet-11609898/ Mon, 20 Jul 2026 11:00:20 +0000 urn:newsml:dpa.com:20090101:260720-930-409427 Weil er vor gut einem Jahr im Wahn mehrere Reisende in einem ICE mit einer Axt angegriffen hat, ist für einen 21-Jährigen die weitere Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus angeordnet worden. Der Syrer sei aufgrund einer Erkrankung schuldunfähig, sagte die Vorsitzende Richterin nach der Urteilsverkündung im Landgericht Regensburg. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Das Gericht legte dem 21-Jährigen unter anderem versuchten Totschlag und gefährliche Körperverletzung zur Last. Dass bei dem Angriff niemand starb, sei schlichtweg Zufall gewesen, sagte die Richterin.

Zwei Schwerverletzte

Für die Reisenden in dem ICE in Niederbayern war nicht vorhersehbar, dass die Situation in einem Waggon am 3. Juli 2025 eskalierte: Der Syrer sprach – so die Rekonstruktion vor Gericht – zunächst einen 25 Jahre alten, ihm nicht bekannten Landsmann an. Der 25-Jährige war mit seiner Mutter und seinen beiden jüngeren Geschwistern unterwegs nach Passau. Der Beschuldigte habe seinen Landsmann «mit feindseligem Blick» fixiert und sei mit Hammer und Axt durch das Zugabteil gelaufen.

Die Mutter des 25-Jährigen bat einen weiteren Fahrgast, die Polizei zu rufen, weil ihr Sohn keinen Handyempfang hatte. Während der 29-Jährige den Notruf tätigte, schlug ihm der Beschuldigte mit der Axt auf den Kopf. Der Mann sackte mit einer Schädelfraktur bewusstlos zusammen.

Der Angreifer ließ dann nach Überzeugung der Richter von ihm ab und ging auf die syrische Familie zu. Dort traf er mit der Axt zweimal den Kopf der Mutter. Auch die 52-Jährige erlitt eine Schädelfraktur. Dem 25 Jahre alten Sohn gelang es, dem Angreifer die Axt zu entreißen und diesen damit in Notwehr zu schlagen. Der Angreifer wurde schwer verletzt.

Dramatischer Notruf

Der Notruf des Fahrgastes war im Prozess vorgespielt worden. Er dokumentiert auf erschütternde Weise Teile der Tat: Es ist zu hören, wie der Anrufer dem Polizisten von einem Mann mit Axt berichtet und wie der Polizist Nachfragen stellt. Dann bemerkt der 29-Jährige den Angreifer neben sich und sagt: «Jetzt ist er neben mir.» Es folgt ein dumpfes Geräusch – die Axt trifft auf den Schädel. Im selben Moment beginnt im Hintergrund Geschrei. Der Polizist ruft mehrmals laut ins Telefon, aber der Zeuge antwortet nicht mehr.

Das Vorspielen des Notrufes bewegte den Angeklagten offensichtlich. Er sagte danach an den 29-Jährigen gerichtet: «Ich entschuldige mich für das, was passiert ist.» Darüber hinaus äußerte sich der Syrer in dem Prozess auf Anraten seines Verteidigers nicht. 

Richterin: Keine politisch motivierte Tat

In ihrer Urteilsbegründung ging die Vorsitzende Richterin auf die Lebensumstände des Mannes ein. Es sei als unbegleiteter Minderjähriger nach Österreich gekommen und haben während seiner dreijährigen Flucht über die Türkei und Griechenland eine Schizophrenie entwickelt. Der 21-Jähriger höre unter anderem Stimmen, die ihn zu bestimmten Dingen aufforderten. Zudem habe er beispielsweise Angst, dass ihn die Mafia verfolge und «abschlachten» wolle.

Zum Tatzeitpunkt habe sich der Mann selbst bedroht und in einer Notwehrsituation gefühlt, sagte die Vorsitzende Richterin unter Berufung auf die Sachverständige. Auch der Kauf der Tatwerkzeuge kurz vor der Zugfahrt sei auf das Gefühl der Bedrohung zurückzuführen. Insofern handele es sich nicht um eine politisch motivierte Tat. Auch etwa die Auswertung seines Handys habe darauf keine Hinweise ergeben. 

Weil bei dem Mann derzeit weiterhin eine erhebliche Wiederholungsgefahr bestehe, bleibe er zur Behandlung in der Psychiatrie, bilanzierte die Vorsitzende Richterin. Das hatten auch Staatsanwalt, Verteidiger und Nebenklagevertreter in ihren Plädoyers gefordert.

Quelle: dpa

 

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Axtangriff im Wahn – Beschuldigter weiter in Psychiatrie https://www.radio-plassenburg.de/plaedoyers-in-prozess-um-axtangriff-in-ice-erwartet-11590644/ Fri, 10 Jul 2026 11:49:10 +0000 urn:newsml:dpa.com:20090101:260710-930-362018 Nach dem Axtangriff auf mehrere Passagiere in einem ICE soll der Beschuldigte weiterhin in der Psychiatrie bleiben. Das forderten Staatsanwalt, Verteidiger und Nebenklage-Vertreter in ihren Plädoyers vor dem Landgericht Regensburg. Dem Mann werden versuchter Totschlag und gefährliche Körperverletzung vorgeworfen. Er gilt aufgrund einer psychischen Erkrankung als schuldunfähig. Das Urteil soll am 20. Juli gesprochen werden.

Nach Überzeugung der Ermittler attackierte der 21 Jahre alte Syrer am 3. Juli 2025 in dem Zug Fahrgäste mit einer Axt. Der ICE kam daraufhin bei Straßkirchen (Landkreis Straubing-Bogen) zum Stehen. Die Opfer hatten zu Prozessbeginn eindringlich die Folgen der Tat geschildert. Bis heute sind sie psychisch belastet, leiden unter Angst und Albträumen. Dass bei dem Angriff niemand zu Tode kam, sei schlichtweg Zufall gewesen, so der Staatsanwalt.

Eskalation im Zugabteil

Aus dem Nichts heraus war an jenem Sommertag die Situation in dem Schnellzug eskaliert. Der Syrer sprach – so ergibt es die Rekonstruktion vor Gericht – zunächst einen 25 Jahre alten, ihm nicht bekannten Landsmann an und forderte ihn auf, mit seinen Freunden draußen zu warten. Der 25-Jährige saß mit seiner Mutter und seinen beiden jüngeren Geschwistern in einer Vierer-Sitzgruppe. Danach soll der Beschuldigte seinen Landsmann «mit feindseligem Blick» fixiert haben und mit Hammer und Axt durch das Zugabteil gelaufen sein.

Die Mutter des 25-Jährigen fürchtete einen Angriff und bat einen 29 Jahre alten Fahrgast, die Polizei zu rufen. Ihr Sohn hatte vergeblich versucht zu telefonieren – kein Handyempfang. Unvermittelt schlug der Beschuldigte den Ermittlungen nach dann mit der Axt auf den Kopf des 29-Jährigen und ging auf die syrische Familie zu. Dort traf er mit der Axt zweimal den Kopf der Mutter. Die 52-Jährige erlitt eine Schädelfraktur.

Dem 25 Jahre alten Sohn gelang es, dem Angreifer die Axt zu entreißen und diesen damit in Notwehr zu schlagen. Der Angreifer wurde schwer verletzt.

xDramatischer Notruf

Der Notruf des 29 Jahre alten Fahrgastes war im Prozess vorgespielt worden – ein erschütterndes Dokument der Tat: Es ist zu hören, wie der Anrufer dem Polizisten von einem Mann mit Axt im Zug berichtet, wie der Polizist Nachfragen stellt. Dann bemerkt der 29-Jährige den Angreifer neben sich und sagt: «Jetzt ist er neben mir.» Es folgt ein dumpfes Geräusch – die Axt trifft auf den Schädel. Im selben Moment beginnt Geschrei im Zug, der Polizist ruft ins Telefon, aber der Zeuge antwortet nicht mehr. Er hat eine Schädelfraktur erlitten.

Das Vorspielen des Notrufes bewegte den Beschuldigten offensichtlich. Er sagte danach an den 29-Jährigen gerichtet: «Ich entschuldige mich für das, was passiert ist.» Darüber hinaus äußerte sich der Syrer in dem Prozess nicht. Sein Verteidiger sagte, er habe das seinem Mandanten geraten, zumal dieser sich an das Geschehen nicht erinnern könne.

Gravierende Folgen für die Opfer

Sein Mandant bereue die Tat und sei selbst erschrocken von den schwerwiegenden Auswirkungen auf die Geschädigten, sagte der Verteidiger. In seinem Plädoyer verwies er darauf, dass der Beschuldigte schwer krank sei, die Tat im Wahn begangen habe und sprach sich für die Unterbringung aus.

Eine Unterbringung in der Psychiatrie hatten zuvor auch der Staatsanwalt und der Nebenklage-Vertreter gefordert. Von dem Beschuldigten gehe weiterhin eine Gefahr für die Allgemeinheit aus. In ihren Schlussvorträgen würdigten auch sie insbesondere die gravierenden Folgen der Tat für die Opfer. Der Anwalt der 52-Jährigen etwa sagte: Für die Geschädigten bleibe die Erfahrung, dass sie ohne jeden Anlass in ein Geschehen gezogen wurden, das sie ihr Leben hätte kosten können.

Quelle: dpa

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Kundgebung zum Ende des Assad-Regimes: Syrerinnen und Syrer feiern in der Kulmbacher Innenstadt https://www.radio-plassenburg.de/kundgebung-zum-ende-des-assad-regimes-syrerinnen-und-syrer-feiern-in-der-kulmbacher-innenstadt-10435897/ Sat, 14 Dec 2024 07:56:54 +0000 https://www.radio-plassenburg.de/?p=10435897 Rund 200 feiernde Menschen sind gestern (Fr 13.12) durch die Kulmbacher Innenstadt gezogen. Syrerinnen und Syrer haben bei einer Kundgebung das Ende des Assad-Regimes in ihrem Heimatland gefeiert. Fahne schwenkend und mit Plakaten sind sie vom Kulmbacher Marktplatz in die Fritz-Hornschuch-Straße gezogen. Dort wurde dann bis in den frühen Abend gefeiert. Laut der Polizei Kulmbach war es eine sehr friedliche Veranstaltung.

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